Microsoft

Gute Quartalszahlen beflügeln Microsoft erstmals über eine Billion Dollar wert

Stand: 25.04.2019, 08:53 Uhr

Microsoft hat mit überzeugenden Quartalszahlen seinen Börsenwert erstmals über eine Billion Dollar katapultiert. Damit überflügelte der Softwareriese den Apple-Konzern.

Im nachbörslichen Handel stiegen die Microsoft-Aktien um 4,6 Prozent. Die Marktkapitalisierung erhöhte sich dadurch auf 1,002 Billionen Dollar. Apple-Papiere legten 0,4 Prozent zu, der Börsenwert betrug 980 Milliarden Dollar. Der iPhone-Hersteller war das erste US-Unternehmen, das die Billionen-Marke erreichte. Das war im August vergangenen Jahres. Seitdem hat die Apple-Aktie wegen schwächelnder iPhone-Verkäufe eingebüßt.

Im ersten Quartal profitierte Microsoft wie der deutsche Konkurrent SAP von einem florierenden Cloud-Geschäft. Dank dieses Booms legte der Überschuss im dritten Geschäftsquartal (bis Ende März) im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zu.

Erwartungen übertroffen

Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 30,6 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, die Aktie verbuchte nachbörslich zunächst einen deutlichen Kursanstieg. Microsoft profitierte abermals besonders vom lukrativem Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet.

Der vor allem für sein Betriebssystem "Windows" bekannte US-Konzern profitiert von der Neuausrichtung auf das Cloud-Geschäft. Mit seiner Plattform "Azure" ist Microsoft zur Nummer zwei im Markt hinter "AWS" von Amazon aufgestiegen. Diesen beiden Anbietern sowie Google ist gemein, dass sie gleichzeitig Privat- wie auch Geschäftskunden Speicherplatz in der Datenwolke zur Verfügung stellen. Zudem verkaufen sie die dafür nötige Software.

Umsatz um 73 Prozent gestiegen

Allerdings ist der Umsatz der Azure-Sparte im dritten Quartal mit einem Plus von 73 Prozent nicht mehr ganz so kräftig gewachsen wie in den drei Monaten davor, als es zu 76 Prozent reichte. Trotz des Fokus auf Software und Cloud ist Microsoft weiterhin breit aufgestellt. Zum Portfolio gehören auch Surface-Tablets, Xbox-Spielekonsolen sowie die Suchmaschine Bing.

Die Analysten zeigten sich begeistert von den neuen Zahlen. So hob JPMorgan das Kursziel für Microsoft von 125 auf 145 US-Dollar an, beließ die Einstufung auf "Overweight". Die Eckdaten des Softwarekonzerns hätten beeindruckt, schrieb Analyst Mark Murphy in einer ersten Studie. Zudem habe das Unternehmen ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2019/20 in Aussicht gestellt. Auch Goldman Sachs hob das Kursziel für die Aktie von 131 auf 144 Dollar an.

lg/dpa/rtr