McDonald's Schild im Abendlicht

Ein Einmaleffekt bringt Kohle Gewinnsprung bei McDonald’s

Stand: 24.10.2017, 15:01 Uhr

Der Fastfoodkette McDonald's hat der Verkauf des China-Geschäfts viel Geld in die Kassen gespült. Das hat den Gewinn mächtig angeschoben. Auch der Umsatz fällt besser aus als erwartet.

Der Gewinn stieg dadurch im dritten Quartal um fast 48 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Durch die Trennung von China-Filialen verbuchte McDonald's einen Einmalgewinn von 850 Millionen Dollar vor Steuern. Ohne Sondereffekte verdiente der Konzern 1,76 Dollar je Aktie. Das entspricht den Prognosen der Analysten.

Der Umsatz ging wie erwartet um zehn Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar zurück. Hier machte sich die Abgabe von Geschäften an Franchisepartner bemerkbar. Auf gleicher Fläche legte der Konzern allerdings um sechs Prozent zu. Fachleute hatten nur mit einem Plus von 4,5 Prozent gerechnet. Der Umsatz in US-Filialen, die mehr als 13 Monate geöffnet sind, stieg um vier Prozent und damit mehr als von Analysten erwartet.

Aktionen, die Kunden anziehen

Stilisierter Hamburger vor US-Flagge

Zwei davon für fünf Dollar: verlockend. | Bildquelle: colourbox.de, Montage: boerse.ARD.de

Die Kunden wussten einige Sonderangebote zu schätzen, die dafür sorgten, dass die Lokale gut besucht wurden. Dazu gehörten unter anderem Getränkeangebote für einen Dollar und das McPick-Angebot, bei dem Kunden sich zwei Burger für fünf Dollar sichern konnten. Vergleichbare Aktionen gab es auch anderswo.   

McDonald’s will die Filialen zunehmend nicht mehr selbst betreiben, sondern Franchise-Nehmern überlassen. Das bedeutet zwar Umsatzverluste, dafür spart der Konzern aber Kosten und profitiert von Lizenzgebühren.

Die Aktie legt vorbörslich zu. Seit Jahresbeginn haben sich die Titel bereits um fast 35 Prozent verteuert.

ts/dpa/rtr