Warren Buffett

Warren Buffett zeigt, was eine Harke ist Gewinnsprung bei Berkshire Hathaway

Stand: 05.08.2018, 11:58 Uhr

Nachdem zuletzt eher Technologieaktien im Blick der Börse standen, meldete sich am Wochenende Altmeister Warren Buffett eindrucksvoll zurück. Dessen Holding Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal prächtig verdient.

Im Zeitraum zwischen April und Juni hat die Gesellschaft unter anderem dank guter Geschäfte im Versicherungssektor das operative Ergebnis im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 6,9 (6,0) Milliarden Dollar gesteigert. Dies erklärte die Gesellschaft am Samstag in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, dem Sitz der Holding.

Insbesondere das wichtige Versicherungsgeschäft rund um den US-Branchenriesen Geico lief viel besser als im Vorjahr, aber auch die meisten anderen Geschäftsbereiche wie etwa die Frachteisenbahn BNSF konnten kräftig zulegen. Insgesamt gehören zu Berkshire Hathaway an die 90 Firmen, hinzu kommen Aktienpakete an diversen börsennotierten Konzernen wie Apple, Coca-Cola oder Kraft Heinz.

Umstellung der Bilanzierung

Der Nettogewinn der Holding lag im abgelaufenen Quartal sogar bei 7,3 Milliarden Dollar und verdreifachte sich damit im Jahresvergleich beinahe. Das lag jedoch vor allem an einer Umstellung der Bilanzierung, durch die unrealisierte Kursgewinne ausgewiesen werden. Das Ergebnis könne daher irreführend sein, stellte Buffett klar. Die Erlöse wuchsen um neun Prozent auf gut 62 Milliarden Dollar.

Charles Munger, Vice Chairman (l.) und CEO Warren Buffett von Berkshire Hathaway

Charles Munger, Vice Chairman (l.) und CEO Warren Buffett von Berkshire Hathaway.

Der 87-Jährige saß mit Berkshire Hathaway zum Quartalsende auf liquiden Mitteln im Wert von gut 111 Milliarden Dollar. Angesichts des enormen Geldvorrats fiebern viele Investoren auf Buffetts nächsten großen Deal hin. Seit der über 30 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Flugzeugteilebauers Precision Castparts im Jahr 2016 hat Berkshire Hathaway keinen größeren Zukauf mehr getätigt.

Buffett steht seit über 50 Jahren an der Spitze von Berkshire Hathaway. Ihm zur Seite steht der mittlerweile 94-jährige Charles Munger. Der Konzern ist unter anderem in der Versicherungs-, Energie-, Bahn-, Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Immobilienbranche aktiv. Berkshire ist auch Großaktionär von Apple und hielt zum 30. Juni einen rund 47,2 Milliarden schweren Anteil an dem IPhone-Hersteller, der am Donnerstag als erstes US-Unternehmen die Marke von einer Billion Dollar Börsenwert knackte.

Aktie kostet mehr als 300.000 Dollar

Die Rede ist von der Berkshire Hathaway 'A'-Aktie, die nie gesplittet wurde und am Freitag an der NYSE 1,17 Prozent (oder 3.511 Dollar) zulegte. Bereits zur Jahreswende hatte das Papier erstmals die Marke von 300.000 Dollar geknackt. Wem das zu viel ist, der sei auf die 'B'-Notierung verwiesen, die derzeit gut 200 Dollar kostet. Beide Gattungen bringen es auf einen Börsenwert von knapp 500 Milliarden Dollar, womit Berkshire zu den teuersten Firmen der Welt gehört.

dpa/rtr/rm

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