Aston Martin Vantage

Aktionäre ziehen sich zurück Gewinnhalbierung bei Aston Martin

Stand: 08.01.2020, 11:56 Uhr

Der britische Hersteller von Luxusautos rutscht weiter in die Krise. Für 2019 geht das Unternehmen von einer Gewinnhalbierung aus.

Aston Martin - die Marke steht für schnelle Luxuswagen aus Großbritannien. Bekannt geworden unter anderem durch James Bond, der immer wieder auf die Edelkarossen zurückgriff. Doch zuletzt glänzte der Sportwagenbauer nicht mehr so wie früher.

James Bond-Darsteller Sean Connery mit Aston Martin DB5, Baujahr 1965

Aston Martin DB5, 1965, James Bond. | Bildquelle: imago images / Cinema Publishers Collection

Auch im Dezember 2019 seien die Bedingungen am Markt für den Konzern herausfordernd gewesen, teilte das Management mit. Das operative Ergebnis dürfte nach vorläufigen Zahlen zwischen 130 und 140 Millionen britischen Pfund liegen. 2018 hatte Aston Martin noch ein operatives Ergebnis von 247 Millionen Pfund erzielt. Allerdings schrieb das Unternehmen auch damals schon Verluste.

Aston Martin-Aktie - ein Desaster

Am Dienstag verlor die Aktie daraufhin um bis zu 16 Prozent, was dem größten Kursverlust seit Monaten entspricht.

2018 ging Aston Martin mit einem Preis von 1.900 Pence je Aktie an die Londoner Börse. Seitdem ist der Kurs stetig gefallen. Mittlerweile beträgt der Kursverlust mehr als 70 Prozent.

Ferrari, Aston Martins direkter Konkurrent, hat hingegen ein deutlich entspannteres Leben an der Börse. Allein in den vergangenen zwölf Monaten stieg der Titel um über 50 Prozent an.

Kurzfristige Besserung nicht in Sicht

Hohe Werbekosten in den USA und auch der anziehende Kurs des britischen Pfunds setzen dem Konzern zu. Die Unsicherheit durch den Brexit geht ebenfalls nicht spurlos an Aston Martin vorbei. Die Analysten von JPMorgan schrieben, dass eine kurzfristige Verbesserung der Lage nicht in Sicht sei.

Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs schreibt von schwierigen Zeiten für den Autobauer. Insbesondere die Verschlechterung der Profitabilität seien ein großer Sorgenpunkt. Nach der Gewinnwarnung hatte die Bank die Einstufung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 520 Pence belassen.

Luxus-SUV als Rettung

Andy Palmer, Vorstandschef des hochverschuldeten Konzerns, sprach von einem "sehr enttäuschenden Jahr". Unter anderem sollen nun Kostensenkungen helfen, dem Negativ-Trend der letzten Jahre entgegenzuwirken.

Aston Martin setzt zudem auf hohe Absatzzahlen des Luxus-SUV DBX. Bis 2023 will der Autohersteller dessen Produktion mehr als verdoppeln. Produktionsstart des SUV soll im zweiten Quartal dieses Jahres sein.

Aston Martin DBX

Aston Martin DBX. | Bildquelle: Unternehmen

Und vielleicht hilft Aston Martin auch die Kooperation mit Airbus. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass Airbus gemeinsam mit den Briten einen Luxus-Helikopter entworfen hat.

ms