Mit Eisenerz beladener BHP-Transporter in der Mine in Newman im Westen Australiens

Große Einbußen bei BHP Billiton Geisterzug kostet Rohstoffkonzern Millionen

von Michelle Goddemeier

Stand: 22.01.2019, 13:25 Uhr

Die Produktionsausfälle im vergangenen Jahr haben dem Rohstoffkonzern BHP Billiton einen schweren finanziellen Schlag versetzt. Dabei machte vor allem eine spektakuläre Zugentgleisung dem Unternehmen zu schaffen.

BHP Billiton musste im abgelaufenen Quartal Umsatzeinbußen von rund 600 Millionen US-Dollar verkraften. Als Grund dafür gab der australisch-britische Rohstoffkonzern ungeplante Produktionsausfälle in seinen Bergwerken an.

Wer ist BHP Billiton?

BHP Billiton entdeckt, erwirbt, entwickelt und vermarktet zusammen mit seinen Tochtergesellschaften weltweit natürliche Ressourcen. Das Unternehmen operiert in vier Segmenten: Erdöl, Kupfer, Eisenerz und Kohle. BHP Billiton gehört neben Vale und der Rio Tinto Group zu den drei weltgrößten Bergbauunternehmen der Welt.

BHP Billiton: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
21,98
Differenz relativ
-1,01%

Die Entgleisung eines Eisenerzzuges in Westaustralien, ein Brand in einer Kupfermine in Chile und der unerwartete Ausfall einer südaustralischen Mine führten demnach zu großen Einbußen, wie BHP am Dienstag mitteilte. Vor allem die Zugentgleisung machte dem Unternehmen zu schaffen, da die Eisenerzminen in Westaustralien die wichtigste Einnahmequelle von BHP sind.

Rückgang der Eisenerzproduktion

Im November 2018 war der mit Eisenerz beladene Güterzug von BHP Billiton unterwegs. Der Lokführer verließ die Lokomotive, um ein Problem an einem der Waggons zu untersuchen. Daraufhin setzte sich der Zug in Bewegung. Ohne Fahrer legte der Zug 92 Kilometer zurück und wurde schließlich absichtlich zum Entgleisen gebracht. Infolge des Zwischenfalls musste BHP vorerst den gesamten Zugbetrieb mit Eisenerz im Westen einstellenn.

BHP-Chef Andrew Mackenzie

BHP-Chef Andrew Mackenzie. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die Eisenerzproduktion für das vergangene Quartal fiel um neun Prozent auf 66 Millionen Tonnen. "Trotz der Ausfälle war die Gesamtproduktion von BHP auf dem Niveau der Vorperiode, sagte Vorstandsvorsitzender Andrew Mackenzie. Die geringere Produktion veranlasste das Unternehmen nicht, seine Produktionsziele für das Gesamtjahr nach unten zu korrigieren. Man rechne mit 273 bis 283 Millionen Tonnen Eisenerz.

Die Aktie gab an der australischen Börse um 1,3 Prozent auf 32,77 Dollar nach. Dieser Wert liegt zwischen dem 52-Wochentief von 28,13 Dollar und dem 52-Wochenhoch von 35,68 Dollar.

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