Gasturbine von General Electric

Dow-Jones-Aussteiger Gewinneinbruch bei GE schwächer als erwartet

Stand: 20.07.2018, 15:17 Uhr

Der kriselnde Industriekonzern General Electric hat im zweiten Quartal weniger verdient. Der Gewinn schrumpfte um knapp 30 Prozent auf 615 Millionen US-Dollar.

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft verringerte sich im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 736 Millionen Dollar, teilte der amerikanische Mischkonzern am Freitag in Boston mit.

Grund für den Gewinneinbruch sind anhaltende Probleme in der Kraftwerkssparte und anderen Bereichen. Gleichzeitig lief es in den Sparten für Luftfahrt und Medizintechnik deutlich besser. Zuwächse dort sowie im Öl- und Gasgeschäft erhöhten den Konzernumsatz immerhin um gut drei Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar.

Verluste wegen hoher Rückstellungen

Auf sechs Monate gesehen steht der Siemens-Konkurrent in den roten Zahlen. GE machte im ersten Halbjahr einen Verlust von mehr als einer halben Milliarde US-Dollar. Grund dafür sind hohe Rückstellungen aufgrund von Ermittlungen der US-Justiz wegen zweifelhafter Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise.

Insgesamt übertrafen die Ergebnisse allerdings die Vorhersagen der Analysten. Sie hatten mit einem stärkeren Gewinneinbruch gerechnet.

General Electric steckt seit der Finanzkrise mitten in einem Konzernumbau. Die Finanztochter GE Capital, die einst die Hälfte des Umsatzes machte, wurde bereits weitgehend abgewickelt. Wegen einer anhaltend schlechten Kursentwicklung ist die GE-Aktie aber seit Juni nicht mehr im US-Leitindex Dow Jones gelistet.

mpf