John Flannery, General-Electric
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Medizintechnik wird abgespalten GE: Nur noch drei Sparten bleiben übrig

Stand: 26.06.2018, 14:05 Uhr

General Electric (GE) sucht mit einer Radikalkur den Weg aus der Krise. Wie der US-Konzern am Dienstag mitteilte, will er sich künftig nur noch auf die Sparten Kraftwerke, Erneuerbare Energien und Luftfahrt konzentrieren.

Nach der Ausgliederung der Transport-Sparte solle in den kommenden 12 bis 18 Monaten auch der Medizintechnikbereich eigenständig werden, teilte General Electric mit. Die Medizintechnik setzte im vergangenen Jahr über 19 Milliarden Dollar um.

Zudem solle in zwei bis drei Jahren der 62,5-prozentige Anteil an Baker Hughes in "einem geordneten Verfahren" abgestoßen werden. Der Öl- und Gasbereich von GE erzielte 2017 einen Umsatz von 17,23 Milliarden Dollar. Ziel sei es, die Konzernstruktur zu verschlanken und die Schulden zu reduzieren. "Wir werden unser Geschäft und unsere Bilanz weiter verbessern, wenn wir GE einfacher und stärker machen", erklärte GE-Chef John Flannery.

Erst am Montag hatte GE mitgeteilt, für 3,25 Milliarden Dollar sein Geschäft mit Gasmotoren und Geräten zur dezentralen Stromerzeugung an den Finanzinvestor Advent zu verkaufen. GE-Chef John Flannery steht unter dem Druck von Investoren, den Mischkonzern zu verschlanken, der nicht zuletzt im Energiegeschäft mit Umsatz- und Gewinnrückgängen kämpft.

Der langjährige Niedergang des US-Mischkonzerns hat zum seit heute wirksamen Ausscheiden der Aktie aus dem amerikanischen Leitindex Dow Jones geführt.

rtr/dpa-AFX