Logo des russischen Energieversorgers Gazprom an der Firmenzentrale in Moskau

Gazprom schielt auf Asien

Stand: 11.02.2020, 19:44 Uhr

Russlands Gasmonopolist Gazprom will sich nach dem Fertigbau der Ostseepipeline Nord Stream 2 vor allem auf die Entwicklung des Energiemarktes in Asien konzentrieren. Nord Stream 2 solle trotz der US-Sanktionen bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden, sagte der Gazprom-Chefstratege Kiril Polous der Agentur Interfax zufolge am Dienstag bei einem Investorentag in New York.

Nach Darstellung von Polous wird sich Gazprom im nächsten Jahrzehnt zudem stärker auf die Produktion von Flüssiggas ausrichten - für jene Märkte, die mit Pipelines schwer zu erreichen seien. In Asien hat Russland vor allem Chinas Energiehunger im Blick.

Gazprom-Vizechef Famil Sadygow sagte einer Mitteilung zufolge, dass der Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen ein ordentliches Ergebnis für 2019 vorweisen könne. Demnach erwartet der Konzern nach vorläufigen Angaben einen Gewinn von 21,4 Milliarden US-Dollar (19,6 Mrd Euro). Das wären acht Prozent weniger als 2018.