Siemens Gamesa

Siemens Gamesa spürt Gegenwind

Stand: 06.05.2020, 08:51 Uhr

Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa hat auch im zweiten Quartal Verluste eingefahren. Dabei belastete die Corona-Krise das Unternehmen erheblich, teilte die Siemens-Tochter am Mittwoch mit. Unter dem Strich verlor der Windanlagenbauer 165 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 49 Millionen Euro im Vorjahr. Im ersten Halbjahr summieren sich die Verluste damit auf 339 Millionen Euro.
Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) brach um 81,6 Prozent auf 33 Millionen ein. Die Corona-Pandemie belastete den Gewinn allein mit 56 Millionen Euro. Dazu kamen zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit einem sich abschwächenden indischen Markt sowie für Projekte in Nordeuropa. Der Umsatz sank um knapp 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Dabei kann das Unternehmen weiter auf einen starken Auftragsbestand blicken: Ende März betrug er 28,6 Milliarden Euro, was 21 Prozent mehr waren als im Vorjahr. Die Prognose hat Siemens Gamesa wegen der Corona-Pandemie bereits zurückgezogen.