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Ergebnis gestiegen Für Börsenneuling Traton läuft es richtig gut

Stand: 29.07.2019, 13:14 Uhr

Die Konjunktur trübt sich immer weiter ein, doch für den erst seit Juni an der Börse notierten Lkw-Bauer Traton ging es weiter bergauf. Die in der Branche besonders beobachtete Rendite kletterte sogar auf 7,9 Prozent. Die Anleger halten sich trotzdem zurück.

Die Traton-Aktie notierte am Vormittag leicht im Minus und damit fast genau auf ihrem Ausgabepreis von 27 Euro. Seit ihrem Börsendebüt Ende Juni hat sich ihr Kurs nur wenig bewegt. Dabei hat Lkw- und Bustochter von Volkswagen ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert. Die operative Rendite kletterte um 1,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent.

Den Nettogewinn konnte Traton deutlich um 65 Prozent auf 792 Millionen Euro steigern. Der Konzern profitierte dabei von einer niedrigeren Steuerquote und einem besseren Finanzergebnis.

Dass sich die Anleger trotzdem zurückhalten, zeigt ein Blick auf die Umsatz- und Auftragsentwicklung. Zwar stiegen die Erlöse im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. Doch der Auftragseingang ging um sechs Prozent zurück. Das lag an rückläufigen Lkw-Bestellungen unter anderem in Europa sowie weniger Aufträgen für Busse in Mexiko und im Nahen Osten. Insgesamt setzte die VW-Tochter 123.336 Fahrzeuge ab und damit rund zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die hohe Wachstumsdynamik des letzten Jahres habe sich aber leicht abgeschwächt, räumte Traton ein.

Jahresziele bestätigt

Die Traton-Spitze bekräftigte aber ihre Jahresziele und peilt für das Gesamtjahr weiter eine operative Rendite von 6,5 bis 7,5 Prozent an. Der Umsatz soll leicht steigen.

Vorstandschef Andreas Renschler zeigte sich mit dem ersten Halbjahr zufrieden und blickte trotz der sich eintrübenden Weltwirtschaft optimistisch nach vorne. Ziel sei es, weitere Synergien zu heben. Zugleich verwies er darauf, dass Traton die Entwicklungen sehr genau beobachte, um die Produktion flexibel anpassen zu können.

Dabei haben sich auch die Marken unterschiedlich entwickelt. Während die Marke MAN ihren Umsatz um sechs Prozent auf 5,5 Milliarden Euro steigerte, sank das operative Ergebnis um elf Prozent. Im Vorjahreszeitraum habe das Ergebnis noch einen positiven Ertrag aus der Übertragung der Marke Rio an Traton enthalten, hieß es zur Begründung. Dagegen steigerten die Marken Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis deutlich.

Ziel bleibt "weltweiter Champion"

Der Vorstand bekräftigte seine Absicht, Traton zu einem "weltweiten Champion" zu machen. Wie genau er dieses Ziel erreichen will, sagte er nicht. Derzeit ist Branchenrivale Daimler Traton als Weltmarktführer bei schweren Nutzfahrzeugen weit voraus.

Im Gegensatz zur schwächelnden Autokonjunktur laufen die Nutzfahrzeugmärkte noch gut. In Europa und Südamerika hat Traton die Nase vorn. Vor allem in Asien und auch in Nordamerika hat die VW-Tochter jedoch Nachholbedarf, will aber hier über Partnerschaften stärker Fuß fassen. Für Traton arbeiten weltweit rund 81.000 Mitarbeiter.

lg/dpa

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