Beyond Meat
Audio

Auf die Erbse kommt es an Fünf Dinge, die man über Beyond Meat wissen sollte

Stand: 03.05.2019, 14:33 Uhr

Nach dem äußerst erfolgreichen Börsengang des Fleischersatz-Produzenten Beyond Meat lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen des Unternehmens aus Kalifornien.

1. Beyond Meat hat noch nie Gewinne gemacht

Seit der Gründung im Jahr 2009 schreibt Beyond Meat rote Zahlen. In den vergangenen drei Jahren lag das Minus jeweils zwischen 25 und 30 Millionen Dollar. Immerhin konnte der Umsatz in diesem Zeitraum mehr als verfünffacht werden.

Nach dem Börsengang will Beyond Meat weiter stark wachsen und rechnet daher auch mit ebenso zunehmenden Kosten. Und eine Dividende ist wohl auf lange Sicht auch nicht zu erwarten. Was allerdings bei jungen, wachstumsstarken nicht ungewöhnlich ist. Damit Beyond Meat langfristig ein lohnendes Investment wird, müssen also Kursgewinne her.

2. Riesiges Marktpotenzial

Den weltweiten Fleischmarkt taxieren Experten auf rund 1,4 Billionen US-Dollar. Zwar ist nicht zu erwarten, dass irgendwann nur noch Fleischersatzprodukte gegessen werden. Doch wohin die Reise gehen könnte, zeigt der Markt für pflanzliche Milchprodukte wie Sojamilch. Hier liegt der Marktanteil bereits bei 13 Prozent. Bezogen auf den Fleischmarkt wären das 180 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Beyond Meat setzte im vergangenen Jahr knapp 88 Millionen Dollar um.

Um deutlich zu wachsen, will das Unternehmen bereits im kommenden Jahr auch Fabriken in Europa eröffnen.

3. Viel Konkurrenz

Beyond Meat ist aber nicht allein auf der Welt. Auch Unternehmen wie Boca Foods, Gardein, Impossible Foods und Morningstar Farms bieten Fleischersatzprodukte an. Zudem sind Unternehmen aus der Fleischbranche wie Cargill und Tyson Foods aktiv. Das Preisniveau könnte damit auf Sicht einiger Jahre unter Druck geraten.

4. Verfügbarkeit des wichtigsten Rohstoffs

Erbsenproteinisolat ist der wichtigste Rohstoff für die Produkte von Beyond Meat. Dabei handelt es sich um ein Extrakt aus gelben Erbsen. Bisher hat Beyond Meat nur einen einzigen Lieferanten. In der Vergangenheit hatte es schon einmal Lieferverzögerungen gegeben.

5. Keine festen Verträge mit Lohnherstellern

Einen beträchtlichen Teil des Umsatzes erwirtschaftet Beyond Meat mit Produkten, die das Unternehmen nicht auf eigenen Anlagen herstellt, sondern von Lohnherstellern wie CLW Foods LLC und FLP Food produzieren lässt. Feste Verträge gibt es den Angaben zufolge nicht. Dadurch gibt es ein nicht zu verachtendes Produktionsrisiko.