Fuchs Petrolub

Prognose erhöht Die Börse feiert Fuchs Petrolub

Stand: 30.10.2019, 13:19 Uhr

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub leidet nicht so stark unter einer schwachen Geschäftsentwicklung bei befürchtet. Die Aktie des Unternehmens geht durch die Decke.

In den ersten neun Monaten ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 246 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 176 Millionen Euro. Das war ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stagnierte mit 1,95 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. "Damit fielen die Rückgänge weniger stark aus als noch im Juli befürchtet", sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs. Die striktere Kostenkontrolle, ohne die Modernisierung und Erweiterung der Werke zu beeinträchtigen, zeigten erste Resultate.

Vor diesem Hintergrund konkretisiere der Schmierstoffhersteller die Ziele für das Gesamtjahr 2019 und erwartet Umsatz und operatives Ergebnis am oberen Ende der Prognose. Die Ziele für das Gesamtjahr hatte das MDax-Unternehmen bei Vorlage der Halbjahreszahlen im Sommer zurückgenommen. Fuchs Petrolub erwartet demnach einen Rückgang beim operativen Ergebnis (Ebit) um 20 bis 30 Prozent. Der Umsatz soll um bis zu drei Prozent zurückgehen.

Während die Geschäfte in Nordamerika im dritten Quartal etwas besser liefen, verlangsamte sich der Umsatzrückgang in China. Eine rückläufige Nachfrage aus der Automobilindustrie schwächte zudem das Deutschland-Geschäft. Mit seinen Kennziffern übertraf Fuchs Petrolub die Erwartungen der Analysten.

Aktie plus 15 Prozent

Die im MDax notierten Vorzugsaktien des Unternehmens legten zeitweise um mehr als 15 Prozent auf 39,38 Euro zu. Das war der höchste Stand seit April diesen Jahres.

Analyst Axel Herlinghaus von der DZ Bank bewertete die Ergebnisse des dritten Quartals als "deutlich besser als befürchtet". Mit Blick auf den nun nach oben konkretisierten Umsatzausblick sagte der Experte, dass Fuchs nach dem enttäuschenden zweiten Quartal offensichtlich sehr konservativ geplant habe. Die sehr negative Entwicklung in Europa und Asien habe sich jedoch inzwischen stabilisiert.

ME/dpa/rtr