Fresenius-Schriftzug vor der FMC-Zentrale in Bad Homburg

Gemeinsam an der Dax-Spitze Fresenius-Familie marschiert vorwärts

Stand: 29.10.2019, 10:42 Uhr

Im dritten Quartal überzeugen Mutter & Tochter mit unerwartet starken Zahlen: Die Anleger danken es Fresenius und FMC und kaufen erleichtert zu. Zuvor hatte es bei beiden Dax-Konzernen durchaus Grund zur Sorge gegeben.

Sowohl der Medizinkonzern Fresenius als auch die Dialysetochter FMC schnitten überraschend stark ab und bestätigten ihre Jahresziele. Auch die auf Flüssigmedizin und Nachahmer-Medikamente spezialisierte Fresenius-Tochter Kabi hielt an ihrem Ausblick fest.

Dies habe die Sorgen einiger Anleger beschwichtigt, die bei Kabi wegen schwächerer US-Geschäfte eine Gewinnwarnung befürchtet hätten, betonte ein Marktteilnehmer. Bei FMC habe es vor den Zahlen ebenfalls einige Ängste gegeben, die sich als grundlos erwiesen hätten, lautet seine Einschätzung.

Die Konzerne liegen gemeinsam an der Dax-Spitze mit Kursgewinnen von jeweils mehr als fünf Prozent. In der Tat dürften die Anleger erleichtert sein. In den vergangenen Wochen waren beide Titel deutlich schlechter gelaufen als der deutsche Leitindex. Insbesondere bei FMC gibt es allerdings Probleme, die sich nicht mit guten Zahlen lösen lassen: Wegen Schmiergeldzahlungen in zahlreichen Ländern müssen sich Verantwortliche des Unternehmens strafrechtlichen Ermittlungen stellen.

"Wir tun das Richtige"

Immerhin lief es bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care deutlich besser als von Experten erwartet. Der Umsatz legte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 4,38 Milliarden Euro zu, der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn belief sich auf 363 Millionen Euro - ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hielt an seinem Ausblick für das laufende Jahr ebenfalls fest. Hier sollen die Erlöse währungsbereinigt zwischen drei und sieben Prozent zulegen, der bereinigte Gewinn soll sich in einer Spanne zwischen minus zwei und plus zwei Prozent bewegen.

Beim Medizinkonzern Fresenius legten die Umsätze im dritten Quartal wechselkursbereinigt um sechs Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging währungsbereinigt leicht um ein Prozent auf 1,13 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich blieb der währungsbereinigte Gewinn mit 453 Millionen Euro unverändert. Das war deutlich mehr, als Analysten auf dem Schirm hatten.

Stephan Sturm, CEO, Fresenius

Stephan Sturm: "Alles läuft nach Plan". | Bildquelle: Unternehmen

"Unsere angekündigten Investitionen laufen planmäßig", sagte Unternehmenschef Stephan Sturm. Diese würden in diesem Jahr auf den Gewinn drücken. "Wir tun damit aber genau das Richtige, um auf Dauer leistungsfähig und erfolgreich zu sein", so Sturm weiter.

ts