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Freenet spannt Sunrise auf die Folter

Stand: 11.04.2019, 16:57 Uhr

Der größte Aktionär spannt den Schweizer Mobilfunkkonzern Sunrise bei der geplanten Milliarden-Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC auf die Folter. Freenet benötige noch Zeit, um sich für eine Zustimmung oder Ablehnung der Transaktion zu entscheiden, sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken übernehmen und den Kauf mit einer 4,1 Milliarden Franken schweren Kapitalerhöhung finanziere - das ist mehr, als Sunrise aktuell an der Börse wert ist. Entsprechend stoßen die Pläne auf Widerstand bei bestehenden Aktionären.

Der deutsche Konzern ist mit einem Anteil von 24,5 Prozent der mit Abstand größte Eigentümer. An der Kapitalerhöhung will sich Freenet nicht beteiligen. UPC ist eine Tochter des Medienkonzerns Liberty Global mit Sitz in London.