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Mehr Passagiere, mehr Gewinn Fraport: Griechen lassen Kassen klingeln

Stand: 02.11.2017, 09:33 Uhr

Der Zukauf der Regionalflughäfen in Griechenland erweist sich für den Flughafenbetreiber Fraport als Glücksgriff - zumindest im abgelaufenen Quartal.

Die seit April eingerechnete Tochter Fraport Greece steuerte mit gut 180 Millionen Euro einen Großteil des Umsatzanstiegs von 13,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro bis Ende September bei. Die 14 Regionalflughäfen warfen 106 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ab - etwa ein Achtel des Konzern-Ebitda von 808 Millionen Euro.

Der Gewinn im laufenden Geschäft legte sogar um 30 Prozent auf rund 388 Millionen Euro zu. Auf die Fraport-Aktionäre entfiel ein Überschuss von 181 Millionen Euro, ein Plus von 45 Prozent. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet.

Knapp eine Milliarde Euro Ergebnis erwartet

"Gerade die gute Entwicklung der Beteiligungsflughäfen hat einen wichtigen Beitrag für den Ergebnisanstieg geleistet", erklärte Vorstandschef Stefan Schulte am Donnerstag. "Wir liegen nach den ersten neun Monaten voll auf Kurs, unsere Jahresziele zu erreichen."

Im Gesamtjahr soll der Umsatz auf 2,9 Milliarden Euro steigen, das Ebitda jedoch mit rund einer Milliarde Euro etwas unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen, das von Sondererträgen getrieben war. Fraport ist weltweit an knapp einem Dutzend Flughäfen beteiligt, darunter der türkische Touristenflughafen Antalya und Lima in Peru. Das Auslandsgeschäft trägt inzwischen 40 Prozent zum Ergebnis bei.

Fünf Prozent mehr Passagiere

Doch auch mit dem Wachstum am Heimatstandort Frankfurt ist der Flughafenbetreiber zufrieden. In diesem Jahr erwartet Fraport fünf Prozent mehr Passagiere. Von Januar bis September nutzten rund 48,9 Millionen Fluggäste den größten deutschen Flughafen - ein Plus von 4,6 Prozent und gleichzeitig ein historischer Höchstwert.

Die höhere Zahl von Passagieren brachte Fraport einen höheren Erlös aus dem Einzelhandel am Airport. Zudem trieb die Gebührenerhöhung für die Fluggesellschaften im Januar die Erlöse nach oben.

An der Börse kommen die Zahlen gut an. Die Fraport-Aktie legt im morgendlichen Handel gegen den Trend rund ein Prozent zu.

lg/rtr