Frankfurter Flughafen
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Deutlich mehr Passagiere Fraport boomt nicht nur wegen Ryanair

Stand: 16.03.2018, 08:30 Uhr

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist 2017 stark gewachsen. Dabei halfen dem Konzern einige entscheidende strategische Kniffe.

An seinem wichtigsten Konzernstandort in Frankfurt am Main fertigte Fraport im vergangenen Jahr 64,5 Millionen Passagiere ab, so viele wie nie zuvor. Dabei zahlte sich die Entscheidung des MDax-Mitglieds aus, nicht mehr "nur" auf den Platzhirsch Lufthansa zu setzen, sondern sich auch dem Trend zu Billigfliegern zu öffnen. Der europäische Marktführer Ryanair baute denn auch sein Flugangebot am größten deutschen Flughafen 2017 massiv aus.

Ryanair und Griechenland treiben das Geschäft

Im vergangenen Jahr stieg Fraports Umsatz unter anderem wegen Ryanair um 13,5 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro. Allerdings war die Öffnung hin zu der irischen Fluggesellscaft nicht nur die einzige Entscheidung, die das Geschäft des Konzerns entscheidend beflügelte. Auch die Übernahme 14 griechischer Regionalflughäfen gab Fraport einen Schub.

Beim Ergebnis machte sich das Wachstum auf den ersten Blick allerdings nicht bemerkbar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 4,8 Prozent auf eine Milliarde Euro zurück. Im Vorjahr hatten allerdings Sondererlöse wie eine Entschädigung für ein gescheitertes Terminal-Projekt in Manila das Ergebnis aufgebläht. Unter dem Strich sank der Gewinn um zwölf Prozent auf 330 Millionen Euro. Die Dividende bleibt bei 1,50 Euro je Aktie.

Maschinen von Ryanair auf dem Rollfeld des Flughafens in Dublin, Irland

Maschinen von Ryanair auf dem Rollfeld des Flughafens in Dublin, Irland. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Weiteres Wachstum geplant

Im laufenden Jahr will Fraport die Zahl seiner Passagiere in Frankfurt auf 67 und 68,5 Millionen Fluggäste steigern. Beim Konzernumsatz rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte mit einem Anstieg auf bis zu 3,1 Milliarden Euro. Das Ebitda soll auf 1,08 bis 1,11 Milliarden Euro klettern.

Die Fraport-Aktie war zuletzt nach dem Erreichen des Allzeithochs bei über 97 Euro im Januar in einen steilen Abwärtstrend umgeschwenkt. Wichtig wäre nun ein baldiger charttechnischer Ausbruch über die Marke von 86 Euro. Dann wäre die Bodenbildung wohl abgeschlossen.

ME