Ford Edge

Gewinnsprung Ford profitiert von guten Geschäften mit SUVs und Pick-ups

Stand: 26.10.2017, 15:51 Uhr

Die Gewinne des zweitgrößten US-Autobauers Ford sind trotz gesunkener Absatzzahlen im dritten Quartals deutlich gestiegen. Die Ford-Aktie legt im vorbörslichen US-Handel zu.

Die boomende Nachfrage nach Pick-ups in den USA sowie Einsparungen haben Ford zu einem Gewinnsprung im dritten Quartal verholfen. Der Überschuss kletterte nach Mitteilung des Unternehmens im Jahresvergleich um über 60 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro). Die Erlöse wuchsen um ein Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte ein teurer Rückruf das Ergebnis belastet.

Hohe Gewinnspannen bei schweren Fahrzeugen

Obwohl der Autoabsatz im Berichtszeitraum insgesamt um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge fiel, verdiente Ford wegen boomender Nachfrage nach größeren Modellen mit hohen Gewinnspannen deutlich besser. Bei schwergewichtigen Pick-up-Trucks der F-Serie etwa legten die US-Verkäufe um 14 Prozent zu. Die Bilanz wurde zudem von niedrigeren Materialkosten positiv beeinflusst.

Für das Gesamtjahr hat sich Ford einen Gewinn zwischen 1,75 und 1,85 Dollar je Aktie vorgenommen. Zuvor hatte das untere Ende der Prognosespanne bei 1,65 Dollar je Aktie gelegen. Die Ford-Aktie profitierte von den Zahlen mit Kursgewinnen.

Ford machte dabei fast seinen gesamten Quartalsgewinn im Heimatmarkt Nordamerika, die einzig andere profitable Region war Asien. In Europa fiel ein operativer Verlust von 86 Millionen Dollar an, dennoch rechnet Ford damit, hier 2017 Geld zu verdienen.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

"Wir müssen die nötigen Schritte machen und unser Geschäft fundamental neu gestalten, um auf lange Sicht fitter zu werden", mahnte der neue Vorstandschef Jim Hackett. Er hatte im Mai den bei Investoren in Ungnade gefallenen Mark Fields abgelöst. Hackett will den Konzern mit einem radikalen Strategieschwenk hin zu Elektromobilität und autonomem Fahren wieder in die Spur bringen.

Trotz magerer Europa-Zahlen: Steven Armstrong, Group Vice President von Ford in Europa, bekannte sich kürzlich zum Standort Deutschland als europäischen Hauptstützpunkt. "Die Standorte in Köln und Saarlouis sind jeweils europäische Stammwerke für den Ford Focus, Fiesta, C-Max und Grand C-Max." Hinzu komme das Design- und Entwicklungszentrum in Köln, in dem zahlreiche Ford-Modelle für den globalen Markt entstehen, sowie das Ford-Forschungszentrum in Aachen.

dpa-AFX/mmr