Fresenius-Schriftzug vor der Unternehmens-Zentrale in Bad Homburg
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Die Fresenius-Familie wächst FMC unterwegs nach China

Stand: 02.05.2019, 08:32 Uhr

Die beiden Gesundheitskonzerne Fresenius und FMC bleiben auf Wachstumskurs. Fresenius-Boss Stephan Sturm spricht von einem guten Start ins neue Jahr. Auch die Anleger scheinen zufrieden zu sein.

Vorbörslich rückt das Fresenius-Papier um rund zwei Prozent vor. Nach Turbulenzen im vergangenen Jahr ist der Gesundheitskonzern Fresenius SE mit überraschend starkem Wachstum in das neue Jahr gestartet. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 8 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um drei Prozent auf 465 Millionen Euro, währungsbereinigt kam es allerdings nicht vom Fleck. Nach dem Rekordjahr 2018 will Fresenius in diesem Jahr keine großen Sprünge machen und plant hohe Investitionen in das Geschäft.

Stephan Sturm, CEO, Fresenius

Stephan Sturm. | Bildquelle: Unternehmen

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Für das Gesamtjahr hält Fresenius an den bisherigen Prognosen fest und geht unverändert von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent aus. Das bereinigte Konzernergebnis wird stabil erwartet. „Der Start ins Jahr 2019 ist uns gut gelungen“, zeigte sich Vorstandschef Stephan Sturm am Donnerstag zuversichtlich. "Die Geschäfte haben sich in allen vier Unternehmensbereichen unseren Erwartungen entsprechend entwickelt."

China im Visier

FMC

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Bei der Dialysetochter FMC wird das Geschäft mit der Heimdialyse durch die rund zwei Milliarden Dollar schwere Übernahme von NxStage ausgebaut. Das Unternehmen setzte 4,125 Milliarden Euro um, ein Plus von sechs Prozent. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 271 Millionen Euro nach 279 Millionen im Vorjahr. Immerhin mehr als Fachleute erwartet hatten. Sie hatten mit einem Nettoergebnis von 270 Millionen gerechnet. Währungsbereinigt erzielte FMC ein Plus von drei Prozent.   

In China erweitere FMC die Produktionskapazitäten, um die wachsende Nachfrage vor Ort decken zu können, heißt es in der Unternehmensmitteilung. China sei das Land mit den meisten Dialysepatienten.

FMC bekräftigte ebenfalls die Prognosen und rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von drei bis sieben Prozent. 2019 könnte bei dem Dialysekonzern ein Ergebnisplus von zwei Prozent bis hin zu einem Minus von zwei Prozent zu Buche stehen.

ts