Fresenius-Schriftzug vor der FMC-Zentrale in Bad Homburg
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NxStage im Visier FMC übernimmt US-Medizintechnikkonzern

Stand: 07.08.2017, 08:25 Uhr

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) will mit einem Milliardenzukauf sein Geschäft in den USA stärken.

Für das Medizintechnik- und -dienstleistungsunternehmen NxStage Medical bietet FMC 30 US-Dollar je Aktie in bar, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte. Die Übernahme habe ein Volumen von insgesamt 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro). Ein Abschluss werde im Jahr 2018 erwartet.

Mit dem Deal strebe der Konzern eine weltweit führende Position in der Heimdialyse an und erweitere das US-Geschäft im Bereich Intensivmedizin. Das Management von NxStage befürworte die Transaktion. Die Behörden müssen dem Deal aber noch zustimmen. Geht der Deal über die Bühne, sollen in den ersten drei bis fünf Jahren nach Abschluss Synergien von 80 bis 100 Millionen US-Dollar vor Steuern jährlich dabei herausspringen.

Nicht ganz billig

NxStage entwickelt, produziert und vermarktet mit rund 3.400 Mitarbeitern Produkte zur Behandlung von Menschen mit chronischer Nierenerkrankung (ESRD) sowie akutem Nierenversagen. NxStage mit Sitz in Lawrence (Massachusetts, USA) betreibt den Angaben zufolge zudem eine kleinere Anzahl von Dialysezentren zur Behandlung chronisch nierenkranker Patienten. 2016 lag der Umsatz der Gesellschaft bei 366 Millionen US-Dollar.

Ein Börsianer hält die gebotenen 30 US-Dollar je NxStage-Papier für ziemlich hoch gegriffen. Strategisch erscheine der Deal aber durchaus sinnvoll. In der Vorwoche hatte FMC mit seinem Quartalsbericht ergebnisseitig enttäuscht. Die Papiere fielen anschließend unter die 200-Tage-Linie zurück - sie gilt als Indikator für den längerfristigen Trend.

dpa