Firmengründer Günther Fielmann mit Sohn Marc

Sommer-Effekt Fielmann verdient weniger

Stand: 30.08.2018, 09:11 Uhr

Der Super-Sommer in diesem Jahr hat seine Schattenseiten - auch für Fielmann. Die Optikerkette verkaufte zwar mehr Sonnenbrillen im zweiten Quartal, konnte damit aber den Rückgang bei Gleitsichtbrillen nicht wettmachen.

Im Zeitraum von April bis Ende Juni schrumpfte das Vorsteuerergebnis um 13 Prozent auf knapp 55 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn um fast fünf Millionen auf 37,2 Millionen Euro zurück.

Auch höhere Personalkosten drücken Gewinn

Neben dem Wetter belasteten auch negative Währungseffekte unter anderem beim Schweizer Franken sowie höhere Personalausgaben die Bilanz. Wegen des Fachkräftemangels muss Fielmann höhere Löhne bezahlen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und vorhandene zu halten.

Den Absatz steigerte der Marktführer im zweiten Quartal um 3,4 Prozent auf 2,1 Millionen Brillen. Vor allem Sonnenbrillen verkauften sich gut. Der Umsatz erhöhte sich um 2,3 Prozent auf rund 362 Millionen Euro.

Jahresziel bekräftigt

Trotz Gewinnrückgangs hält Fielmann am Ausblick für das laufende Jahr fest. Demnach soll der Vorsteuerergebnis auf Niveau des Vorjahres liegen. Bei Absatz und Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum wie 2017.

Die Zahlen lassen die Anleger relativ kalt. Die Fielmann-Aktie tritt zur Handelseröffnung auf der Stelle. Dem MDax-Titel fehlt seit Monaten der Durchblick. Seit Jahresbeginn hat der Kurs der Optikerkette gut ein Fünftel an Wert eingebüßt. Ende Juni sackte die Aktie ab, nachdem vorläufige Halbjahreszahlen bekannt gegeben wurden.

Ausbau des Geschäfts in Italien

Die Expansion in Italien trieb Fielmann im ersten Halbjahr voran und eröffnete in Verona und Como neue Geschäfte. Damit stieg die Zahl der Niederlassungen in dem Land auf zwölf. In der zweiten Jahreshälfte sind sechs Neueröffnungen geplant. Insgesamt unterhielt der Konzern zur Jahresmitte 727 Niederlassungen - 16 mehr als vor einem Jahr.

nb