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"Fette Finger" sind immer und überall Händler, Computer und Kursabstürze

UBS-Schriftzug vor dunklen Wolken

UBS – der IPO-Crasher
2001 hatte die Schweizer UBS versehentlich 610.000 Aktien von Japans größter Werbeagentur Dentsu für 16 Yen das Stück verkauft - geplant war eigentlich die Veräußerung von 16 Aktien für 610.000 Yen pro Stück. Der Fehler ruinierte das Börsendebüt von Dentsu.

"Fette Finger" sind immer und überall Händler, Computer und Kursabstürze

UBS-Schriftzug vor dunklen Wolken

UBS – der IPO-Crasher
2001 hatte die Schweizer UBS versehentlich 610.000 Aktien von Japans größter Werbeagentur Dentsu für 16 Yen das Stück verkauft - geplant war eigentlich die Veräußerung von 16 Aktien für 610.000 Yen pro Stück. Der Fehler ruinierte das Börsendebüt von Dentsu.

Blick auf die Dax-Tafel in der Frankfurter Börse

Dax-Future – grenzenlose Verkaufsaufträge, grenzenlose Verluste?
Ebenfalls im Jahr 2001 brach der Dax-Future an der Derivatebörse Eurex binnen weniger Sekunden um mehr als 16 Prozent ein. Schuld war ein Händler, der Dax-Futures mit einem Limit von 5.300 Punkten verkaufen wollte. Tatsächlich gab die Person aber ihr Limit dort ein, wo sie eigentlich die Kontraktzahl hätte eintragen müssen und verkaufte somit 5.300 Kontrakte ohne Limit.

Yen-Scheine

Mizuho – teurer Zahlendreher
2005 kam der japanischen Finanzgruppe Mizuho ein Zahlendreher teuer zu stehen: Einer ihrer Broker wollte eigentlich eine Aktie des Zeitarbeitsunternehmens J-Com zu 610.000 Yen verkaufen, stattdessen bot er aber 610.000 Anteilsscheine zu je einem Yen an.

Händler an der New Yorker Börse

Flash Crash – Maxi-Kursdesaster in Mini-Zeit
Am 6. Mai 2010 brach der S&P 500 innerhalb von sechs Minuten um fast sechs Prozent ein, der Dow Jones Index verlor zeitweise sogar mehr als neun Prozent (knapp 1.000 Punkte). Manche Aktie verlor binnen weniger Minuten 99 Prozent ihres Werts – nur um sich dann wieder zu erholen. Kenner führten dies zunächst darauf zurück, dass sich ein Händler bei einer Verkaufsorder vertippt habe und statt auf Taste "M" für "Million" auf die Taste "B" für "Billion", also Milliarden, gedrückt habe. Auslöser des "Flash Crash" waren aber wohl vielmehr massenhafte Schein-Verkaufsorders einer einzelnen Firma. Der vermeintliche "Verursacher" des Flash Crashs wurde erst im April 2015 in London festgenommen.

Deutsche Bank-Türme aus der Vogelperspektive

Deutsche Bank – Japan in Aufruhr
Nur einen Monat später, im Juni 2010, sorgte eine Deutsche-Bank-Tochter für Aufregung am japanischen Aktienmarkt. Die Broker-Firma hatte direkt nach Handelsauftakt einen Verkaufsauftrag für sechs Millionen Derivate auf den Leitindex Nikkei im Wert von 150 Milliarden Euro erteilt. Der Auftrag mit dem zehnfachen Volumen eines normalen Börsentags bescherte dem Nikkei ein Minus von 1,1 Prozent. Bis der Auftrag storniert wurde, hatten Terminkontrakte für 500 Millionen Euro den Besitzer gewechselt.

Everbright Securities – Achterbahnfahrt in Shanghai
Eine versehentliche Flut von Kaufanfragen des in Shanghai ansässigen Brokers Everbright Securities hat am 16. August 2013 den Shanghai-Composite-Index empor gewirbelt: Binnen weniger Minuten schoss er bei ungewöhnlich hohen Umsätzen aus dem roten Bereich hoch auf ein Plus von knapp sechs Prozent. Am Ende des Handels stand ein Minus von 0,6 Prozent.

Goldman Sachs flutet den Handel mit Optionen
Wegen einer Computerpanne tätigte die Investmentbank Goldman Sachs am 20. August 2013 versehentlich eine Flut an Geschäften mit Aktienoptionen und versetzte damit den Markt kurzzeitig in Aufruhr. Betroffen waren dieses Mal Optionen auf Aktien, deren Börsensymbole mit den Buchstaben H bis L beginnen.