Ein Airbus A380 der Lufthansa verschwindet in einer Wolke
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Aktie unter Druck Fehlstart für Lufthansa

Stand: 16.04.2019, 07:32 Uhr

Hohe Kerosinkosten haben Lufthansas Bilanz verdorben, auch der Preisdruck in der Branche hinterließ Spuren. Im ersten Quartal häufte die Fluggesellschaft ein beachtliches Minus an. Natürlich soll künftig alles wieder besser werden.

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Lufthansa ist in den ersten drei Monaten des Jahres in die Verlustzone gerutscht. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) brach nach vorläufigen Geschäftszahlen auf minus 336 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus von 52 Millionen Euro in den Büchern. Zuletzt wurde das Ergebnis demnach unter anderem durch um 202 Millionen Euro gestiegene Treibstoffkosten belastet. Zudem hätten sich die Stückerlöse sowohl bei den Netzwerkairlines - darunter versteht Lufthansa die Premiummarken Lufthansa, Swiss und Aua - als auch bei der Billigplattform Eurowings deutlich negativ entwickelt.

Darüber hinaus hätten marktweite Überkapazitäten in Europa zu einem hohen Preisdruck geführt, so Lufthansa. Gleichzeitig seien die Zahlen im ersten Quartal 2018 im Vergleich sehr stark gewesen, weil dieser Zeitraum noch vom Kapazitätsrückgang nach dem Marktaustritt von Air Berlin geprägt gewesen sei. Ökonomen sprechen in einem solchen Fall von einem negativen Basiseffekt.

Aktie sackt ab

Doch schon für das laufende Quartal gibt sich Lufthansa zuversichtlich. Wegen der guten Buchungslage und einer deutlichen Verlangsamung des marktweiten Kapazitätswachstums sei wieder mit einem Anstieg der Stückerlöse zum Vorjahr zu rechnen. Daher bestätigte der Konzern seine Prognose für die bereinigte Ebit-Marge von 6,5 bis 8,0 Prozent für das Gesamtjahr.

Die Investoren reagieren alles andere als begeistert. Bei Tradegate sacken die Titel vor dem Start des Xetra-Handels um mehr als fünf Prozent ab. Eventuell halten einige Investoren den Zeitpunkt für gekommen, ein paar Gewinne einzustreichen. In den vergangenen fünf Tagen zog die Aktie um mehr als sechs Prozent an.

ts

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Lufthansa Rohrbach Roland I, 1926

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