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Nur der Pflanzenschutz läuft Fehlstart für BASF

Stand: 03.05.2019, 08:26 Uhr

Der Chemieriese aus dem Dax ist ziemlich schwach ins neue Jahr gestartet. Trotz eines leichten Umsatzanstiegs gaben die wichtigsten Ergebnisgrößen deutlich nach.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und vor Sondereinflüssen sank im ersten Quartal um 24 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro. Hier hatten Analysten einen Rückgang auf 1,75 Milliarden Euro erwartet. Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF 1,4 Milliarden Euro und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Hier hatten Analysten allerdings nur 1,27 Milliarden Euro erwartet.

Der Umsatz stieg dagegen um drei Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Experten hatten hier 16,3 Milliarden erwartet.

Autoindustrie bremst

Während die Segmente mit Basischemikalien und Kunststoffen beispielsweise für die größte Kundengruppe Automobilindustrie deutlich schlechter liefen, verzeichnete das Unternehmen kräftige Zuwächse im Agrarchemiegeschäft dank eines Milliarden-Zukaufs im vergangenen Jahr. BASF erwarb vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel und verschiedene Saatgut-Arten, die dieser im Zuge der Monsanto-Übernahme abgeben musste.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China habe die Entwicklung der Weltwirtschaft im Auftaktquartal geprägt, erklärte BASF. Die insgesamt verhaltene Marktstimmung habe sich in einer abwartenden Haltung vieler Kunden widergespiegelt. Konzernchef Martin Brudermüller führte den Rückgang im Chemiegeschäft auch auf außergewöhnlich positive Entwicklungen der Sparte im Vorjahreszeitraum zurück.

Insgesamt hält BASF an dem Ziel fest, 2019 das operative Ergebnis um ein bis zehn Prozent zu übertreffen. Dabei dürfte der Anstieg am unteren Ende dieser Spanne liegen. BASF-Chef Brudermüller hatte Ende Februar eingeräumt, dass die Planung eine Herausforderung darstelle.

Anleger hatten offenbar noch mit Schlimmeren gerechnet. Die BASF-Aktie reagierte am Handelsplatz Tradegate mit einem Anstieg um bis zu 2,3 Prozent auf 73,99 Euro.

ME