FedEx-Lieferwagen in New York

Gewinnsprung - und es liegt nicht nur an Trump FedEx zieht ab

Stand: 21.03.2018, 08:28 Uhr

Die Wirtschaft brummt, der Online-Handel boomt. Für Paket-Zusteller wie FedEx die beste aller Welten. Die Gewinne sprudeln, Trumps Steuerreform hilft zusätzlich. Und was bedeutet das für die Deutsche Post?

Für den amerikanischen Paketdienst FedEx hätte das Jahr nicht besser starten können. Der Gewinn ist dank überraschend kräftig gestiegener Erlöse und dank der Senkung der US-Unternehmenssteuern im vergangenen Geschäftsquartal massiv gestiegen. In den drei Monaten bis Ende Februar hat sich der der Überschuss mehr als verdreifacht. Er kletterte innerhalb eines Jahres von 562 Millionen auf 2,07 Milliarden US-Dollar.

Die Steuerreform, durch die die US-Steuern für Unternehmen von 35 auf 21 Prozent reduziert wurden, sorgt zwar nur für einen einmaligen Buchungseffekt. Doch auch um diesen Effekt bereinigt fiel der Gewinn des UPS-Rivalen mit 1,02 Milliarden Dollar erheblich höher aus als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz wuchs um rund zehn Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Das nach US-Börsenschluss veröffentlichte Zahlenwerk fiel insgesamt besser aus, als Analysten erwartet hatten. Anleger honorierten das. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um fast vier Prozent.

Deutsche Post neu in USA

Das könnte auch auf die Aktie der Deutschen Post abfärben. Der deutsche Konzern ist nämlich jüngst - angelockt von den starken Wachstumsraten im amerikanischen Onlinehandel - nach einem Jahrzehnt der Abstinenz wieder ins Geschäft mit Paketzustellungen in den USA zurückgekehrt.

Zumindest liefert sie in einigen Metropolregionen aus und macht dort UPS und FedEx Konkurrenz, die den Markt dominieren. Die Post-Tochter DHL bietet Online-Einzelhändlern in Chicago, New York und Los Angeles an, Kundenbestellungen am gleichen oder am folgenden Tag auszuliefern. Bis zum Jahresende sollen Dallas, Atlanta, San Francisco und Washington hinzukommen. In in den nächsten Jahren will die Post den Dienst rapide ausweiten.

Die Entscheidung von DHL hat auch mit Amazons Strategie zu tun. Der größte Online-Händler der Welt wickelt in mindestens 37 US-Städten Lieferungen über eigeneZentren ab und bietet weltweit in mehr als 50 Märkten Prime Now mit ein- und zweistündigen Auslieferungen.

bs

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<b>1. FedEx Corporation </b><br />Bester Wert im vergangenen Jahr war die Aktie des Paketdienstes Fedex. Auf Jahresicht ist sie um 22,4 Prozent gestiegen – <a href="" externalId="20d24e47-7d01-4d37-afcf-64b59df1130d">das ist auch für den Gesamtmarkt ein gutes Zeichen</a>. Kurz vor Weihnachten legte das Unternehmen noch einmal nach und erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/18. Erwartet wird nunmehr ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 12,70 und 13,30 Dollar nach zuvor zwischen 12,00 und 12,88 Dollar. <br/><br/>Schließlich hat sich die FedEx-Aktie in der Vergangenheit als verlässlicher Konjunkturindikator erwiesen. Egal ob Asien-Krise, 2001-Krise oder Finanzkrise (2007 bis 2009): Alle wirtschaftlichen Einbrüche wurden durch den Kursverlauf von Federal Express korrekt vorhergesagt. : Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

1. FedEx Corporation
Bester Wert im vergangenen Jahr war die Aktie des Paketdienstes Fedex. Auf Jahresicht ist sie um 22,4 Prozent gestiegen – das ist auch für den Gesamtmarkt ein gutes Zeichen. Kurz vor Weihnachten legte das Unternehmen noch einmal nach und erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/18. Erwartet wird nunmehr ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 12,70 und 13,30 Dollar nach zuvor zwischen 12,00 und 12,88 Dollar.

Schließlich hat sich die FedEx-Aktie in der Vergangenheit als verlässlicher Konjunkturindikator erwiesen. Egal ob Asien-Krise, 2001-Krise oder Finanzkrise (2007 bis 2009): Alle wirtschaftlichen Einbrüche wurden durch den Kursverlauf von Federal Express korrekt vorhergesagt.