Gebäude der FED in Washington

Unbegrenzte Anleihenkäufe und massive Kreditprogramme Fed kündigt neues Krisenpaket an

Stand: 23.03.2020, 13:26 Uhr

Die US-Notenbank schießt aus allen Rohren, um die Folgen der Virus-Krise einzudämmen. Nach drastischen Zinssenkungen und massiven Liquiditätsspritzen kündigte die Fed weitere Hilfsmaßnahmen an.

Die US-Währungshüter wollen nun unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere kaufen, soweit dies für das ordnungsgemäße Funktionieren von Finanzmärkten und Geldpolitik erforderlich ist. Darüber hinaus werden mehrere Kreditprogramme aufgelegt, mit denen vor allem die nicht an der Börse gelisteten Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Diese Programme sollen einen Umfang von bis zu 300 Milliarden US-Dollar haben.

Zuvor hatte die Fed bereits ein 700 Milliarden Dollar schweres Anleihekaufprogramm aufgelegt und den Banken Notfallkredite wie in der Finanzkrise 2008 zugesagt. Hinzu kamen Liquiditätsspritzen in Höhe von 500 Milliarden Dollar. Darüber hinaus hat die Notenbank in zwei Schritten den Leitzins von 1,5 bis 1,75 Prozent auf einen Korridor von 0,00 bis 0,25 Prozent gesenkt.

Börsen dämmen Verluste ein, Dollar verliert

Das neue Fed-Paket stimmte die Anleger zuversichtlich. Der Dax machte seine anfänglichen Verluste wett und drehte zwischenzeitlich ins Plus. Auch die Futures im Dow bewegten sich ins positive Terrain. Die Anleihenmärkte beruhigten sich ebenfalls.

Der US-Dollar kam indes unter Druck. Der Euro stieg auf 1,0780 Dollar, nachdem er an Vormittag noch unter 12,07 Dollar notiert hatte.