Lionel Messi

Südamerika & Indien freuen sich auf Messi Facebook startet Fußball-Offensive

Stand: 16.08.2018, 13:27 Uhr

Davon dürften Deutschlands Fußballfans träumen: Während hierzulande die Champions League nur per Pay-TV empfangen werden kann, versorgt Facebook Südamerika ab sofort kostenfrei mit Spitzenfußball.

Der US-Internetkonzern hat ab sofort die Übertragungsrechte an der Champions League für Lateinamerika erworben. Bis 2021 wird Facebook in jeder Saison 32 Spiele streamen, zu diesem Paket gehören jährlich auch das Champions-League-Finale und der UEFA Supercup.

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So sieht ein kluger Schachzug aus, denn Fußball zieht die Massen weltweit noch immer an. Und gerade in Südamerika dürften sich die Menschen für den europäischen Fußball besonders interessieren. Schließlich sind viele Topspieler wie Lionel Messi oder Neymar die Stars in der Champions League. Wer sie außerhalb von großen Turnieren spielen sehen will, wird nun bei Facebook gut bedient.

Und während Facebook zuletzt in Europa mit sinkenden oder zumindest stagnierenden Userzahlen konfrontiert ist, ist in Südamerika die Welt für das soziale Netzwerk noch weitgehend in Ordnung. Sowohl beispielsweise in Brasilien oder in Argentinien oder wächst Facebook weiterhin.

Bangladesch freut sich auf Messi & Kollegen

In Brasilien gab es 2017 mehr als 86 Millionen Facebook-Nutzer. In diesem Jahr sollen es Statista-Angaben zufolge mehr als 90 Millionen werden. In Argentinien sieht es ähnlich aus. Dank Fußball sollte das Wachstum zumindest anhalten. Auch die für Facebook so wichtige Verweildauer dürfte anziehen.

Aber die Fußball-Offensive geht noch weiter. Vor zwei Tagen hatte Facebook bekannt gegeben, dass unter anderem in Indien die Spiele der spanischen Liga kostenfrei übertragen werden. Auch in Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Nepal, die Malediven, Sri Lanka und Pakistan könne die Menschen jetzt Real Madrid gegen den FC Barcelona sehen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, weiß, was die Menschen sehen wollen. | Bildquelle: picture alliance / Steven Senne/AP/dpa

Ab 2019 soll auch die englische Premier League in einigen südostasiatischen Ländern gezeigt werden. Offenbar müssen sich die traditionellen Fernsehsender daran gewöhnen, dass sich ein Teil des ehemaligen Kerngeschäfts, die Sportübertragung, ins Internet verlagert.  

ts