Fallende Ölfässer, davon eines mit dem Exxon-Logo

Ölproduktion enttäuscht Exxon profitiert von Verkauf

Stand: 31.01.2020, 15:05 Uhr

Die Gewinne sprudeln weiter beim einst größten börsennotierten Unternehmen der Welt. Allerdings kommen die Erträge weniger aus dem Ölverkauf, sondern aus einem Einmaleffekt. Die Bilanz fällt bei ExxonMobil insgesamt eher gemischt aus.

Der US-Konzern hat im vierten Quartal vor allem vom Verkauf von Geschäften in Norwegen profitiert. Nach mehreren Gewinneinbrüchen im vergangenen Jahr sank der Überschuss zwischen Oktober und Dezember im Jahresvergleich nur noch um fünf Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Freitag in Irving mitteilte.

Produktion und Gewinne unter den Erwartungen

Mit 3,7 Milliarden Dollar entfällt der Großteil des Gewinns aber auf den Verkauf in Norwegen. Im dritten Quartal war der Gewinn um die Hälfte eingebrochen. Die Ölproduktion blieb im Schlussquartal leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Energiekonzern produzierte im vierten Quartal vier Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag und damit genauso viel wie ein Jahr zuvor. Damit lag man unter den Erwartungen des Marktes.

Auch der Gewinn je Aktie konnte an die Prognosen der Analysten nicht heranreichen. Pro Aktie verdiente ExxonMobil im vierten Quartal 0,41 Dollar je Aktie, Analysten hatten im Schnitt mit 0,43 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Niedrigere Preise zehren weiter

Der Konzern hat ein schweres Jahr hinter sich. Bereits vor Monaten wies das Management darauf hin, dass höhere Fördermengen die niedrigen Öl- und Gaspreise nicht ausgleichen können. Der Umsatz sank im Schlussquartal um sieben Prozent auf 67,2 Milliarden Dollar.

Die Aktie des Ölmultis war im vergangenen Jahr bereits eine der schwächsten im Dow-Jones-Index. Der Titel rangiert auf Sicht von zwölf Monaten rund sieben Prozent im Minus. Der Leitindex hat im selben Zeitraum mehr als 16 Prozent hinzugewonnen.

AB