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Preisverfall Exxon hart getroffen

Stand: 31.07.2015, 15:40 Uhr

Die niedrigen Ölpreise lassen die Gewinne der Ölmultis einbrechen - und belasten die Aktienkurse. Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern ExxonMobil ist da keine Ausnahme.

Die Titel von ExxonMobil verlieren im vorbörslichen New Yorker Handel gut zwei Prozent. Dabei hatte sich die Aktie gerade erst von ihrem Jahrestief bei 79 Dollar erholt.

Doch die weiter niedrigen Ölpreise erweisen sich für die Produzenten als schwere Belastung. So brach der Überschuss von ExxonMobil im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund die Hälfte auf 4,2 Milliarden Dollar ein. Das war das schwächste Ergebnis seit sechs Jahren. Auch sind die Zahlen schlechter ausgefallen als von Analysten erwartet.

Drastische Sparmaßnahmen

Der Umsatz sank um etwa ein Drittel auf 74,1 Milliarden Dollar. Wegen des massiven Preisrückgangs bei Rohöl ergreift ExxonMobil drastische Sparmaßnahmen - die Investitionen wurden bereits kräftig gekürzt und sollen noch weiter sinken.

Der Exxon-Konkurrent Chevron wurde im abgelaufenen Quartal noch stärker vom Ölpreis-Verfall in Mitleidenschaft gezogen. Hier brach der Nettogewinn sogar um 90 Prozent auf 571 Millionen Dollar ein. Nun will der Konzern 1.500 Arbeitsplätze streichen. Am Donnerstag hatte Royal Dutch Shell nach einem Gewinneinbruch angekündigt, in diesem Jahr 6.500 seiner knapp 100.000 Stellen abzubauen und die Investitionen deutlich zu kürzen.

Überproduktion

Von April bis Juni kostete ein Barrel (159 Liter) des Rohstoffs im Schnitt nur noch 60 Dollar. Vor einem Jahr wurde mit 110 Dollar noch fast das Doppelte gezahlt. Dahinter steckt eine Überproduktion bei zugleich geringerer Nachfrage im Zuge einer schwächelnden Konjunktur in vielen Teilen der Welt.

lg

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