Exasol-CEO Aaron Ault

Dickes Kursplus zum Start Exasol startet furios an der Börse

Stand: 25.05.2020, 11:56 Uhr

Der Nürnberger Datenbank-Anbieter hat am Montag den Schritt aufs Parkett gewagt – und das mit Erfolg. Der Börsengang war der erste in Frankfurt in diesem Jahr.

Als erstes Unternehmen in diesem Jahr hat Exasol am Montag sein Börsendebüt in Frankfurt gefeiert. Die Aktien starteten bei 14,00 Euro in den Handel und waren damit fast 50 Prozent teurer als zum Ausgabepreis von 9,50 Euro. Aktuell notiert der Kurs bei rund 12,20 Euro.

Emissionsvolumen 87,5 Millionen

Der Börsengang im Wachstumssegment Scale brachte 87,5 Millionen Euro ein. Vom Gesamterlös des Börsengangs fließen 48,45 Millionen Euro an das Unternehmen selbst. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will Exasol in erster Linie die Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Großbritannien und in den USA stärken. Außerdem soll das frische Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt werden. Der Rest des Erlöses geht an die Alteigentümer, zu denen auch die staatliche Förderbank KfW gehört.

Exasol hat namhafte Kunden

Exasol beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Das Nürnberger Unternehmen bietet seinen Kunden eine Plattform an, mit der beispielsweise Kundenwünsche ausgewertet werden können und Trends früh erkennbar sind. Zudem bietet Exasol auch Big-Data-Analysen im Sportbereich an - etwa für große Mannschaften. Durch die gezielte Auswertung großer Datenmengen soll sich die Performance des Teams steigern lassen.

Nach Angaben des Unternehmens zählen Konzerne wie Adidas, Dell, Vodafone und Zalando zu den Kunden. Die Technologiefirma wurde im Jahr 2000 gegründet und erzielte 2019 einen Umsatz von 21,6 Millionen und einen Verlust von 14 Millionen Euro.

IPO trotz Krise

Damit hat es das Nürnberger Unternehmen trotz der Krise geschafft, einen Börsengang zu vollziehen. Viele andere geplante Börsengänge wurden schon verschoben. Der erfolgreiche Börsengang von Exasol dürfte aber ein positives Signal an andere Unternehmen senden, die ein IPO in diesem Jahr planen.

ms/rtr

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Die nächsten Börsenkandidaten IPO-Pipeline

Siemens-Zentrale in München

Siemens Energy
Die aus Siemens ausgegliederte Energietechnik-Sparte soll am 28. September an die Börse gebracht werden. Beim IPO wird die Siemens AG noch mit 35,1 Prozent beteiligt sein, die Beteiligung dann aber binnen zwölf bis 18 Monaten "weiter deutlich reduzieren". Siemens Energy verfügt über einen Auftragsbestand von 70 Milliarden Euro. 20 Prozent der weltweiten Energieversorgung basieren laut eigenen Angaben bereits auf der Siemens-Technologie.