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Spekulieren auf die Prognoseerhöhung Evotec im Höhenrausch

Stand: 10.08.2017, 12:07 Uhr

Das Biotechunternehmen kassiert einige Meilensteinzahlungen für seine Forschungen - und das lässt die Kasse klingeln. Der Halbjahresbericht lockt Anleger wieder in den TecDax-Titel.

Die Zuwächse im ersten Halbjahr sind sehenswert. Der Umsatz kletterte um 37 Prozent auf 103 Millionen Euro. Und das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) lag mit 26 Millionen Euro um fast zwei Drittel höher als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich vervielfachte sich der Gewinn von 2,7 auf 10,1 Millionen Euro.

Vor allem Meilensteinzahlungen aus wichtigen Forschungsallianzen polieren die Gewinne auf. Highlights waren Zahlungen aus den wichtigen Allianzen mit Bayer und Sanofi. Aber auch im Tagesgeschäft des Wirkstoffforschers und -produzenten lief es rund. Hinzu kam ein positiver Beitrag aus der Cyprotex-Übernahme.

Evotec-Aktie in Topform

Nicht nur die Zahlen stimmen. Auch die Aussichten sind viel versprechend. Evotec meldete zahlreiche neue Kooperationen, unter anderem mit Blackthorn Therapeutics. Erhebliche Fortschritte habe Evotec zudem in der Allianz mit Bayer auf dem Forschungsgebiet der Frauenkrankheit Endometriose gemacht, hieß es. Auch die wichtige Allianz mit dem US-Pharmakonzern Celgene, in der es um neurodegenerative Krankheiten geht, komme sehr gut voran.

An der Börse kommt all das sehr gut an. Die Aktie des Biotechunternehmens legt rund sieben Prozent zu und ist damit der größte Kursgewinner im TecDax. Analysten sind zufrieden mit dem Zahlenwerk. In beiden Geschäftsbereichen habe sich Evotec stark entwickelt, lobte Analystin Klara Fernandes von der Berenberg Bank.

Spätere Prognoseerhöhung?

Die Expertin rechne nun nach dem Abschluss der Übernahme des jüngsten Zukaufs Aptuit für das zweite Halbjahr mit einer Überarbeitung der Prognose. Doch vorerst bekräftigte das Unternehmen seine Jahresziele nur.

Die Evotec-Aktie hatte im Juli ein 15-Jahres-Hoch bei 14,71 Euro erreicht, bevor ihr dann etwas die Luft ausging. Zu Beginn dieser Woche hatten die Papiere des Wirkstoffforschers durch eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank wieder Fahrt aufgenommen.

bs