Mercedes-Benz-Pkw stehen auf dem Autoterminal der BLG Logistics Group für den Export

Brexit bremst Nachfrage Europäischer Pkw-Markt schwächelt

Stand: 18.02.2020, 08:42 Uhr

In der EU wurden im vergangenen Monat deutlich weniger Autos an den Kunden gebracht. Ein ganzes Bündel an Gründen gibt es dafür. Die deutschen Hersteller hat die Nachfrage-Delle unterschiedlich stark erwischt.

Von der Marke Volkswagen wurden im vergangenen Monat 6,6 Prozent weniger Autos zugelassen. Bei Daimlers Stammmarke Mercedes-Benz betrug das Minus nur 0,1 Prozent. Noch deutlich besser schnitt BMW, das sich eindrucksvoll vom allgemeinen Abwärtstrend absetzen konnte. Die Marke BMW kam auf ein deutliches Plus von neun Prozent. Auch die VW-Töchter Audi und Porsche konnten Zuwächse verzeichnen. Audi kam auf plus 6,4 Prozent. Und Porsche konnte im Januar im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat sogar ein Plus von 76,4 Prozent verbuchen.

Konjunktur und Brexit als Hindernisse

Insgesamt sind die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sind im Januar aber deutlich rückläufig gewesen. In den 27 Ländern der EU ohne Großbritannien sanken die Zulassungen um 7,5 Prozent auf 956.779 Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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27,20
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-8,06%
Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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105,42
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-7,28%
BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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45,52
Differenz relativ
-3,77%

Die Gründe sind vielfältig: Vorzieheffekte durch steuerliche Änderungen in einigen Staaten hätten sich ausgewirkt, so der Verband. Aber auch die schwächere wirtschaftliche Entwicklung und die durch den Brexit hervorgerufene Unsicherheit haben Spuren bei der Kaufbereitschaft durch die Kunden hinterlassen.

Frankreich und Spanien Schlusslichter

In den größten vier Märkten der EU ging es im Januar spürbar abwärts, Frankreich (minus 13,4 Prozent) erlitt den größten Dämpfer vor Spanien (minus 7,6 Prozent), Deutschland (minus 7,3 Prozent) und Italien (minus 5,9 Prozent). Im Vereinigten Königreich betrug das Minus 7,3 Prozent.

AB