Exasol-Logo

Neues Mitglied am Frankfurter Handelsplatz Erster Börsengang des Jahres perfekt

Stand: 20.05.2020, 09:34 Uhr

Trotz der Krise wird es der Datenbank-Anbieter Exasol als erstes Unternehmen in diesem Jahr an die Frankfurter Börse schaffen. Die Aktien im Wert von rund 87 Millionen Euro wurden bereits platziert.

Am Dienstagabend teilte Exasol mit, dass 9.205.250 Aktien einschließlich Mehrzuteilungs- und Aufstockungsoption zu 9,50 Euro je Anteilsschein platziert wurden. Der Ausgabepreis lag damit in der Mitte der angekündigten Preisspanne von 8,50 bis 10,50 Euro. Am Montag der kommenden Woche sollen die Aktien erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Der Börsengang im Wachstumssegment Scale war der erste Börsengang des Jahres an der Frankfurter Börse.

Erlös zum Teil für Alteigentümer

Vom Gesamterlös des Börsengangs fließen 48,45 Millionen Euro an das Unternehmen selbst. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will Exasol in erster Linie die Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Großbritannien und in den USA stärken. Außerdem soll das frische Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt werden. Der Rest des Erlöses geht an die Alteigentümer, zu denen auch die staatliche Förderbank KfW gehört.

Exasol hat namhafte Kunden

Exasol beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und bietet eine Analysedatenbank an. Exasol verspricht Unternehmen zu unterstützen, ihre Geschäftstätigkeit "intelligenter zu gestalten und ihren Gewinn zu steigern". Dafür würden Informationen und Daten besonders schnell ausgewertet.

Nach Angaben des Unternehmens zählen Konzerne wie Adidas, Dell, Vodafone und Zalando zu den Kunden. Die Technologiefirma wurde 2000 gegründet und erzielte 2019 einen Umsatz von 21,6 Millionen und einen Verlust von 14 Millionen Euro.

Pandemie durchkreuzt IPO-Pläne

Laut Lynx-Broker hat es in diesem Jahr bisher nur sechs Börsengänge an der Nasdaq gegeben. Einige Börsengänge wurden wegen der Krise verschoben. Beispielsweise den der Steinhoff-Tochter Pepco und der des Wissenschaftsverlages Springer Nature. Auch der Börsengang des Wohnungsvermittlers Airbnb steht auf der Kippe.

ms/rtr