Fahnen mit Unternehmensschriftzug vor der Eon-Konzernzentrale in Essen
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43 Prozent mehr Dividende Eon umgarnt seine Aktionäre

Stand: 13.03.2019, 09:07 Uhr

Vor der geplanten Übernahme von Innogy strotzt der Versorger Eon vor Kraft. Im abgelaufenen Jahr haben die Düsseldorfer mehr verdient als erwartet. Aktionären winkt eine deutlich höhere Dividende.

Die Anteilseigner von Eon sollen 43 Cents je Aktie für 2018 erhalten. Das sind 13 Cents mehr als im Vorjahr. Für dieses Jahr soll die Ausschüttung weiter erhöht werden - auf 46 Cents je Aktie.

Fast drei Milliarden Euro mehr Gewinn

Eon

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Genug Geld dafür ist da. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Versorger unterm Strich 1,5 Milliarden Euro - fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 2,99 Milliarden Euro und damit drei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Analysten hatten lediglich mit 2,94 Milliarden Euro gerechnet.

2019 peilt Eon ein bereinigtes Ebit von 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro an. Bis 2020 solle das heutige Geschäft beim Ebit jährlich im Schnitt um drei bis vier Prozent zulegen, kündigte der Konzern an.

Innogy-Übernahme kommt voran

Die geplante Übernahme von Innogy läuft nach Plan. Eon-Chef Johannes Teyssen zeigte sich zuversichtlich, von der EU-Kommission die Genehmigung in der zweiten Jahreshälfte zu erreichen. Die europäischen Wettbewerbshüter hatten kürzlich eine vertiefte Prüfung für den Eon betreffenden Teil der Transaktion rund um Innogy eingeleitet. Sie befürchten eine zu große Marktmacht sowie Preiserhöhungen bei Strom. Teyssen zeigte sich zufrieden mit den Gesprächen zwischen dem Eon- und dem Innogy-Management. "Wir arbeiten konstruktiv und vertrauensvoll zusammen."

Eon und RWE wollen Innogy unter sich aufteilen. Im ersten Schritt will Eon die RWE-Tochter komplett übernehmen und im Gegenzug RWE am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. Eon will das Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Den RWE betreffenden Teil des Geschäfts haben die EU-Kommission und das Bundeskartellamt bereits ohne Auflagen genehmigt.

Innogy rutscht in die roten Zahlen

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Das britische Vertriebsgeschäft hat Innogy im vergangenen Jahr das Ergebnis verhagelt. Abschreibungen auf die Tochter Npower führten 2018 zu einem Verlust von 653 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Innogy noch einen Gewinn von 778 Millionen Euro erzielt. Bereinigt sank das Nettoergebnis um gut 16 Prozent auf gut eine Milliarde Euro und lag im Rahmen der im Dezember gesenkten Prognose

Die Aktien von Eon büßen am Mittwochmorgen zur Xetra-Eröffnung gut ein Prozent ein. Auf Ein-Jahres-Sicht haben die Dax-Titel rund zehn Prozent zugelegt.

nb