Elon Musk

Tesla erstmals über 100 Milliarden Dollar wert Elon Musk vor Geldregen?

Stand: 22.01.2020, 16:29 Uhr

Über 570 Dollar notiert die Tesla-Aktie zur Stunde - mehr als doppelt so hoch wie noch Ende Oktober. Das freut nicht nur die Anleger. Auch für Firmenchef Elon Musk bleibt die Rally nicht ohne Folgen.

Denn gerade hat die Tesla-Aktie an der Nasdaq die Marke von 550 Dollar überwunden und damit erstmals einen Börsenwert von über 100 Milliarden Dollar erreicht. Damit stellt der Elektroautobauer mittlerweile sogar den Marktwert von Volkswagen in den Schatten.

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Konzernchef Elon Musk eigene Aktien-Optionen ausüben kann - unter der Bedingung, dass der Aktienkurs von Tesla die Marke auch sechs Monate lang hält. In diesem Fall könnten bereits im Sommer dieses Jahres 346 Millionen Dollar in die Kassen des Konzernchefs fließen - so hoch ist nämlich der Wert der ersten von zwölf vertraglich vereinbarten Tranchen.

Die Regelung ist Teil einer 650-Milliarden-Dollar-Wette, die Musk damals abgeschlossen hatte. Sie besagt, dass der Konzernchef zwar nur ein symbolisches Gehalt von einem Dollar bekommt. Doch stehen ihm bei bestimmten Börsenbewertungen Meilensteinzahlungen zu. Die erste greift bei einem Aktienkurs von 550 Dollar.

Rasanter Kursanstieg

Dass die Aktie diesen Kurs überhaupt so rasch erreichen würde, hätte noch vor wenigen Monaten niemand für möglich gehalten. Zum Vergleich: Vor einem halben Jahr, Anfang Juni 2019, war sie noch auf 179 Dollar abgerutscht.

Doch der Elektroautobauer profitiert von einer positiven Stimmung, seit er seine Erwartungen wiederholt übertroffen hat. In den drei Monaten bis Ende Dezember wurden weltweit 112.000 Autos ausgeliefert. Der Großteil entfiel mit 92.550 Stück auf das günstige Model 3, mit dem die Firma den Massenmarkt erobern will.

Zielspanne erreicht

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
360,55
Differenz relativ
-2,72%

Tatsächlich lieferte das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 367.500 Fahrzeuge aus. Damit steigerte sich Tesla um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und schaffte es dank des starken Endspurts, seine Zielspanne von 360.000 bis 400.000 zu erreichen. Auch bei der Fertigung gelang im Schlussquartal mit knapp 105.000 Autos ein neuer Bestwert.

Darüber hinaus schaffte es der Autobauer, auf dem wichtigen chinesischen Markt weiter Fuß zu fassen. So ist der Bau der dortigen Tesla-Gigafabrik dem Zeitplan voraus. "Wenn Tesla sein zuletzt erreichtes Level an Profitabilität und Nachfrage aufrecht erhält, besonders in Europa und China, dann eröffnet sich für die Aktie neues Kurspotenzial", so Analyst Dan Ives von Wedbush Securities.

Experten uneins

Für Auftrieb sorgte auch die Entscheidung von Elon Musk, das erste europäische Werk in Deutschland zu bauen. In Grünheide bei Berlin soll von 2021 an das Kompakt-SUV Model Y hergestellt werden. Der Baubeginn für die Fabrik auf einer 300 Hektar großen Fläche soll im ersten Halbjahr 2020 sein.

Stehen die Chancen für Firmenchef Elon Musk also gut, dass er in einem halben Jahr auf einen Geldregen von knapp 350 Millionen Dollar hoffen kann? Die Analysten sind sich komplett uneins.

Während Morgan Stanley der Meinung ist, dass die Bewertung nach dem exorbitanten Kursanstieg der vergangenen vier Monate nun sehr hoch und das Chance-Risiko-Verhältnis ungünstig sei, äußern sich andere Experten geradezu euphorisch.

So hält die Gründerin der Fondsgesellschaft Ark Invest, Catherine Wood, einen Anstieg der Tesla-Aktie auf 6.000 Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre für durchaus realistisch. Damit würde Musk zu einem der reichsten Männer der Welt, hält er doch 22 Prozent der Tesla-Aktien.

lg

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Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.