Basf und Dea
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BASF und Dea im Gespräch Elefantenhochzeit bei Öl und Gas?

Stand: 24.11.2017, 14:45 Uhr

Da könnte sich etwas Großes anbahnen. Dax-Mitglied BASF und die Deutsche Erdöl AG (Dea) sprechen über eine Zusammenlegung ihres Öl- und Gasgeschäfts. Die Börse liebt Geschichten dieser Art.

Das BASF-Papier führt am Freitag die Liste der Dax-Gewinner an und legt deutlich über zwei Prozent zu. Die von der Nachrichtenagentur "Bloomberg" vermeldeten und angeblich bereits fortgeschrittenen Gespräche zwischen der BASF-Tochter Wintershall und Dea beflügeln die Fantasie der Anleger. Mittlerweile hat der Ludwigshafener Konzern die Meldung bestätigt, dabei aber betont, deren Ausgang sei offen.

BASF wäre Mehrheitsaktionär

Wintershall

Wintershall. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Was an der Börse ebenfalls gut ankommt ist die Tatsache, dass ein vereintes neues Öl- und Gasunternehmen auch ein heißer Kandidat für einen Börsengang (IPO) wäre. Denn die Marktbewertung könnte bei rund zehn Milliarden Euro liegen, keine Kleinigkeit also. BASF hat derweil bestätigt, dass ein IPO eine Option wäre und die Mehrheit der Aktien beim Dax-Konzern verbleiben würde. Im Gespräch ist eine Position von zwei Drittel zu einem Drittel.

Mikhail Fridman

Mikhail Fridman. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Der russische Investor Fridman hatte Dea im Jahr 2014 von RWE übernommen und dafür 5,1 Milliarden Euro gezahlt. Dea hatte 2015 zudem auch die Öl- und Gasvorkommen in der norwegischen Nordsee für 1,6 Milliarden Euro übernommen. Auch BASF hatte seinerzeit die Fühler ausgestreckt, kam aber nicht zum Zug.

Wintershall ist nicht nur in der Exploration, sondern auch zusammen mit der russischen Gazprom im Transport von Erdgas tätig. Der Spartenumsatz "Oil&Gas" lag innerhalb der BASF-Gruppe 2016 bei rund 2,8 Milliarden Euro. Das Ebitda lag bei rund 1,6, das Ebit bei rund 500 Millionen Euro.

rm