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"Ein handfester Bilanzskandal" Stimmen zu Wirecard

Ingo Speich, Fondsgesellschaft Deka

Ingo Speich, Fondsmanager bei der Deka
"Wir sind fassungslos. Auch hier hat sich wieder gezeigt, dass den Ankündigungen von Wirecard keine Taten folgen. Ein personeller Neuanfang ist dringender denn je. Wir hoffen, dass der erneute Vertrauensentzug am Kapitalmarkt nicht doch noch Auswirkungen auf das operative Geschäft hat."

"Ein handfester Bilanzskandal" Stimmen zu Wirecard

Ingo Speich, Fondsgesellschaft Deka

Ingo Speich, Fondsmanager bei der Deka
"Wir sind fassungslos. Auch hier hat sich wieder gezeigt, dass den Ankündigungen von Wirecard keine Taten folgen. Ein personeller Neuanfang ist dringender denn je. Wir hoffen, dass der erneute Vertrauensentzug am Kapitalmarkt nicht doch noch Auswirkungen auf das operative Geschäft hat."

Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW)

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer
"Das ist ein rabenschwarzer Tag. Wir sind in der Situation, dass Wirecard selbst nicht mehr für Aufklärung und Vertrauen sorgen kann. Da muss jetzt die Staatsanwaltschaft rein. Jetzt ist auch der Aufsichtsrat gefordert."

Andreas W. Tilp

Andreas W. Tilp, Anlegeranwalt
"Die Ad-hoc-Mitteilung von heute untermauert unsere Einschätzung, dass bei Wirecard in der Vergangenheit in ganz erheblichem Maße falsch bilanziert wurde. Zusätzlich zu den von uns bisher schon angenommenen Verstößen halten wir die Kapitalmarktkommunikation von Wirecard daher nunmehr auch wegen falscher Bilanzierung für eklatant falsch und irreführend. Was zunächst als Compliance-Skandal begann, hat sich nach unserer Überzeugung nun endgültig zu einem handfesten Bilanzskandal ausgeweitet."

Robert Halver

Robert Halver, Chefanalyst bei der Baader Bank
"Bei Wirecard muss endlich Klarheit her, sonst wird das Unternehmen großen Schaden nehmen. Wenn jetzt die Kunden abspringen, wird es noch schlimmer kommen für Wirecard."

Schild mit BaFin-Schriftzug in Frankfurt

Finanzaufsicht BaFin
Die Finanzaufsicht BaFin weitet ihre laufende Untersuchung gegen Wirecard aus. "Selbstverständlich fließt der aktuelle Sachverhalt in unsere noch laufende Marktmanipulationsuntersuchung ein", so eine Sprecherin. Mehr gebe es dazu im Moment nicht zu sagen.

Das Logo der Deutschen Börse auf einer Glaswand ist vor der neuen Zentrale des Unternehmens in Eschborn zu sehen

Deutsche Börse AG
Die Deutsche Börse prüft wegen der nicht fristgerechten Lieferung des Jahresfinanzberichts die Einleitung eines Sanktionsverfahrens gegen Wirecard. Weil das Unternehmen allerdings erstmals gegen seine Börsenpflicht verstoßen habe, sei die Einleitung eines Sanktionsverfahrens eher unwahrscheinlich, hieß es aus der Börse.

Wolfgang Donie, NordLB

Wolfgang Donie, Analyst bei der NordLB:
"Das letzte noch vorhandene Fünkchen an Anlegervertrauen dürfte nun verspielt sein. Die Gesamtsituation bei Wirecard kann nur noch als unhaltbar bezeichnet werden. Nachdem schon die monatelange Sonderprüfung von KPMG nicht zu einer vollständigen Entkräftung der von externen Medien erhobenen Manipulationsvorwürfe geführt hat, weitet sich der Skandal nach der vierten Verschiebung der Bilanzvorlage in Verbindung mit neuen schweren Vorwürfen nun zu einer existenzbedrohenden Krise aus. Die Wirecard-Aktie ist endgültig zu einem Zockerpapier verkommen. Wir raten daher: Finger weg von der Wirecard-Aktie!!!"

SdK-Logo

SdK-Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger
"Nach
vorläufiger Einschätzung könnten mehrere mögliche Pflichtverletzungen durch den Vorstand der Wirecard AG und insbesondere auch den Abschlussprüfer der
Gesellschaft vorliegen. Die SdK plant deshalb ein gemeinsames Vorgehen geschädigter Aktionäre und Anleiheinhaber."