Ebay-Logo spiegelt sich in einer Pupille

Aktie auf Rekordhoch Ebay voll im Trend

Stand: 01.02.2018, 08:52 Uhr

Der Internetpionier lockt wieder mehr Kunden auf seine Webseiten. Trotz einer dicken Steuerabschreibung läuft das Geschäft beim amerikanischen Online-Auktionshaus gut. An der Börse kommt das sehr gut an.

Nach Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal legte das Ebay-Papier kräftig zu. An der Technologiebörse Nasdaq stiegt der Kurs am Abend nachbörslich um 8,4 Prozent auf den neuen Rekordstand von 44,00 Dollar. Damit setzt sich der unter Schwankungen intakte Aufwärtstrend des Papiers fort, der bereits Mitte 2016 seinen Ausgangspunkt nahm.

Steuerreform schlägt durch

Wie die Zahlen des vierten Quartals zeigen, ist der Internetpionier wieder gut im Geschäft. Der Wert der auf seiner Internetseite verkauften Waren stieg um zehn Prozent auf 24,43 Milliarden Dollar. Vor allem ein starkes Weihnachtsgeschäft bescherte dem Unternehmen im Jahresvergleich einen um 9,1 Prozent höheren Umsatz von 2,61 Milliarden Dollar.

Ebay-Unternehmens-Zentrale in San José

Ebay-Zentrale in San José. | Bildquelle: Unternehmen

Die neue Steuerreform bescherte Ebay allerdings eine Steuerabschreibung von 3,1 Milliarden Dollar, so dass ein Quartalsverlust von 2,6 Milliarden Dollar anfiel. Bereinigt um diesen Einmaleffekt wurden 618 Millionen oder 0,59 Dollar je Aktie verdient, ein Zuwachs von drei Prozent. Damit traf Ebay auf den Punkt genau die Analystenerwartungen. Im Gesamtjahr 2017 wuchs der Umsatz bei Ebay um sieben Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn blieb stabil bei 2,2 Milliarden Dollar.

Im Ausblick wird für das laufende erste Quartal 2018 ein gewinn je Aktie zwischen 0,52 und 0,54 Dollar je Aktie erwartet. Dies bei einem Umsatz zwischen 2,57 und 2,61 Milliarden Dollar.

Gut positioniert

"Die größte Überraschung im Quartal war das zunehmende Wachstum im US-Geschäft, das Ebay mit mehr Schwung ins Jahr 2018 starten lässt", erklärte Analyst Colin Sebastian von Baird Equity Research. Zukünftig will Ebay Zahlungsvereinbarungen nicht mehr mit seiner ehemaligen Tochter PayPal treffen, die 2015 abgespalten wurde. Wie bekannt wurde, hat sich das Unternehmen für die niederländische Firma Ayden als zukünftigen Partner für die Zahlungsabwicklung entschieden.

rm

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