Porsche Taycan Mission E

Angeblich 20.000 Kaufinteressenten E-Porsche schon jetzt heiß begehrt

Stand: 11.03.2019, 09:23 Uhr

Freude bei Porsche: Glaubt man dem Sportwagenhersteller gibt es schon mehr als 20.000 ernsthafte Kaufinteressenten für den ersten rein elektrischen Porsche, den Taycan. Dabei steht noch nicht einmal genau fest, wie er aussehen wird.

Der Taycan soll auf der nächsten IAA im September der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bisher sind nur technische Details bekannt, das genaue Aussehen ist noch ein Geheimnis, wenngleich Kenner davon ausgehen, dass das Auto der Studie sehr nahe kommt, die 2015 auf der IAA vorgestellt wurde und wie eine Mischung aus 911 und Panamera aussah.

Trotzdem sollen 20.000 Kaufinteressenten - darunter 3.000 aus Norwegen - die übliche Anzahlung von 2.500 Euro geleistet haben. Porsche-Nordamerika-Chef Klaus Zellmer erklärte gegenüber dem US-Magazin CNET, dass mehr als die Hälfte der Interessenten, die sich einen Taycan reservieren, bisher keinen Porsche besitzen. Viele der potenziellen Neukunden kommen offenbar von Tesla. Dies sei interessant, denn offensichtlich blieben Kunden, die auf Tesla neugierig waren, weiter neugierig, sagte Zellmer.

Bis Weihnachten 2020 warten?

Doch noch müssen sich die Interessenten gedulden. Wer derzeit zufällig einen Porsche beim Stromladen erwischt, kommt nicht wirklich auf seine Kosten, weil die Autos wie üblich so verklebt werden, dass das endgültige Design nicht zu erkennen ist.

Der Name Taycan steht aber bereits fest. Taycan kommt aus dem Türkischen: Tay heißt Fohlen und Can bedeutet Leben oder Seele. Porsche übersetzt es frei in "lebhaftes, junges Pferd“.

Fest steht auch, dass die Auslieferung Ende dieses Jahres beginnen soll. Das bedeutet aber auch: Selbst wer jetzt schon eine Anzahlung leistet, muss unter Umständen noch bis Weihnachten 2020 auf seinen Elektroporsche warten.

Preise von 160.000 Euro

Die Kapazität für den Taycan, der in Stuttgart in einer eigens dafür gebauten Fabrik produziert werden soll, hat Porsche zunächst auf 20.000 Stück pro Jahr ausgelegt. Der Viertürer soll 600 PS leisten und eine Reichweite von 500 Kilometern bieten. Die Preise beginnen vermutlich bei knapp 160.000 Euro. Weitere Modellvarianten, auch günstigere, sollen folgen.

Von links: Ferdinand Oliver Porsche, Ferdinand Piech, Hans-Michael Piech und Hans-Peter Porsche

Mitglieder der Familien Piech und Porsche. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Derweil berichtet "Bild am Sonntag", dass Porsche in den vergangenen Jahren mehrfach Hinweisen auf angebliche Schmiergeldzahlungen von Beschäftigten an Betriebsräte nachgegangen ist. Der Zeitung zufolge geht es um Arbeitnehmervertreter, die Geld dafür angenommen haben sollen, dass befristet Beschäftigte in einen unbefristeten Job übernommen werden. Porsche erklärte dazu am Sonntag, es habe immer mal wieder einzelne solcher Hinweise gegeben, die allesamt überprüft worden seien, aber nie hätten belegt werden können.

Hohe Boni

Eine Anstellung bei Porsche ist wegen der lukrativen Bezahlung heiß begehrt. Im letzten Jahr ließen die Rekorde in der Porsche-Bilanz auch die Prämien noch einmal steigen. So erhielten die Mitarbeiter eine freiwillige Sonderzahlung in Höhe von 9.300 Euro und zusätzlich 356 Euro anlässlich des Jubiläums "70 Jahre Sportwagen", das Porsche 2018 gefeiert hat, insgesamt also 9.656 Euro. Der 356 war das erste Modell. 2017 hatte es für das Geschäftsjahr 2016 in Anlehnung an den 911er eine Sonderzahlung in Höhe von insgesamt 9111 Euro gegeben.

lg

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