Dyson Akkusauger

E-Automarkt in Bewegung Staubsauger will Tesla Konkurrenz machen

Stand: 14.02.2018, 10:50 Uhr

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson hat offenbar Pläne, auch Elektroautos anzubieten. Derweil stößt Tesla auf Schwierigkeiten in China.

Dort will Tesla in der Nähe von Shanghai eine neue Autofabrik bauen, weigert sich jedoch die Bedingungen der chinesischen Behörden zu akzeptieren. Demnach besteht die Regierung auf der in dem Land üblichen Struktur eines Gemeinschaftsunternehmens mit einem örtlichen Partner. Tesla will das Werk dagegen komplett selbst besitzen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Tesla wollte die Verhandlungen nicht kommentieren, die chinesischen Behörden äußerten sich auf Anfrage von Bloomberg zunächst nicht.

Tesla hatte im Juni vergangenen Jahres angekündigt, mit Shanghaier Behörden über den Bau einer Fabrik in einer Freihandelszone nahe der Stadt zu verhandeln. Ein Werk in der Industriemetropole würde Tesla nicht nur eine günstige Produktionsbasis in China verschaffen. Es würde den Hersteller zugleich in eine gute Ausgangslage bringen, um vom prognostizierten Boom des jetzt schon weltgrößten Markts für E-Autos zu profitieren. Im November hatte Elon Musk das Jahr 2020 als frühestmöglichen Start einer Produktion in China genannt.

Dyson will drei Modelle anbieten

Ausländische Autofirmen können auch Fahrzeuge in den wichtigsten Automarkt der Welt exportieren, dort müssen aber teils hohe Importzölle gezahlt werden, was die Wagen gegenüber den vor Ort gebauten Fahrzeugen tendenziell verteuert. China will zudem bei Elektroautos der führende Markt sein. Grund ist die hohe Umweltverschmutzung in dem Land.

Derweil berichtet die "Financial Times" über Pläne des britischen Hausgeräte-Spezialisten Dyson in das Geschäft mit Elektroautos vorzustoßen. Es gebe bereits Pläne für drei Fahrzeugmodelle. Das erst davon solle nur einige tausend Mal gebaut werden. Es sei vor allem dazu gedacht, die Zuliefererkette aufzubauen und den Markt zu erkunden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Erst die beiden späteren Modelle solle es in erheblich größeren Stückzahlen geben. In ihnen wolle Dyson dann auch auf die hauseigene Feststoff-Batterietechnik setzen, berichtet die "Financial Times" weiter. Solche Batterien sollen mehr Energie speichern können als die heute verbreiteten Lithium-Ionen-Akkuzellen.

Neuer Batterietyp

Auch Autohersteller und Zulieferer forschen an Feststoffbatterien. Toyota will sie bis 2025 in die Fahrzeuge einbauen. Das erste Dyson-Modell soll aber noch mit Lithium-Ionen-Batterien laufen. Gründer und Chef James Dyson wollte die Informationen im Gespräch mit der Zeitung nicht kommentieren: "Wir reden nicht darüber, was wir machen."

James Dyson

James Dyson. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Er bekräftigte aber, dass das erste Dyson-Auto wie angekündigt 2020 oder 2021 auf den Markt kommen solle. Die vor allem für ihre Staubsauger bekannte Firma investiert nach bisherigen Angaben eine Milliarde Pfund (aktuell 1,12 Milliarde Euro) in die Batterieentwicklung und eine weitere Milliarde in die Fahrzeugproduktion.

lg

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