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Kurzer Schock für die Aktie Drägerwerk rutscht in die Verlustzone

Stand: 16.07.2019, 08:05 Uhr

Der Medizintechnik-Spezialist stellt Anleger bereits seit längerem nicht zufrieden, die Aktie hat auf Jahressicht ein Viertel an Wert verloren. Die Quartalszahlen, die das Unternehmen am Montagabend vorlegte, sorgten erst einmal für einen kleinen Schock.

Kurz vor Xetra-Schluss legte das Unternehmen sein Zahlenwerk für das zweite Quartal vor, und schickte die Aktie damit kurzzeitig auf Tauchstation. Binnen weniger Minuten büßte der SDax-Titel bis zu acht Prozent ein: Ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) war die Ursache dafür. Es lag im Berichtszeitraum mit zwei Millionen Euro im Minus, im Vorjahreszeitraum hatte es noch 3,2 Millionen Euro im Plus gelegen.

Prognosen wackeln nicht

Der Medizintechnikkonzern ist aber zum Glück beim beim Blick auf den Jahreserlös optimistischer, und dies sorgte dafür, dass die Verluste bei der Aktie sich letztlich in Grenzen hielten, auch am Dienstag dürfte der Titel nur leicht schwächer eröffnen. Auf Basis der Entwicklung des ersten Halbjahres sei mit einem Umsatzwachstum am oberen Ende der bisherigen Prognose von währungsbereinigt zwischen 1,0 und 4,0 Prozent zu rechnen, so Drägerwerk.

Von April bis Juni ist der bereinigte Umsatz um 2,0 Prozent auf 634 Millionen Euro gestiegen. Und trotz des negativen Ebits im zweiten Quartal hält das Unternehmen an seiner Prognose für die bereinigte Ebit-Marge im laufenden Jahr von 1,0 bis 3,0 Prozent fest. Zur Begründung für die schlechte Entwicklung im zweiten Quartal verwies Drägerwerk auf eine schwächere Bruttomarge sowie höhere Kosten, etwa durch Investitionen in den Vertrieb.

Aktie seit langem mit Schlagseite

Ein Händler wies am Abend zudem darauf hin, dass der Aktienkurs bereits in den vergangenen Monaten auf den Umsatz- und Gewinnentwicklungsschwund bei Drägerwerk reagiert habe. Das Papier hat auf Sicht der vergangenen zwölf Monate rund 24 Prozent eingebüßt, der Nebenwerteindex SDax verlor im gleichen Zeitraum lediglich neun Prozent. Das Unternehmen muss aber nun offenbar das Vertrauen der Investoren mit einer künftig deutlich positiveren Geschäftsentwicklung zurückgewinnen.

AB