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Die Trump-Attacken Welche Branchen leiden

Ein Mann kontrolliert Fahrzeuge von Toyota beim Verladen

Autobranche
Als Lieblings-Sündenbock hat sich Donald Trump seit seiner Wahl zum US-Präsidenten die Autobranche ausgesucht. Mit kurzen Tweets rügte er mehrere Autohersteller, die in Mexiko Werke bauen wollen, um von dort Autos in die USA zu exportieren. So drohte er Toyota, GM und Ford mit Importzöllen. Die Autobauer knickten ein und kündigten an, Milliarden in den USA zu investieren und Tausende Jobs dort zu schaffen. Selbst die deutschen Autohersteller sind inzwischen ins Visier von Trump geraten. In New Yorks 5th Avenue stehe "vor jedem Haus ein Mercedes", dagegen gebe es praktisch keine Chevrolets in Deutschland, klagte er im Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Die Trump-Attacken Welche Branchen leiden

Ein Mann kontrolliert Fahrzeuge von Toyota beim Verladen

Autobranche
Als Lieblings-Sündenbock hat sich Donald Trump seit seiner Wahl zum US-Präsidenten die Autobranche ausgesucht. Mit kurzen Tweets rügte er mehrere Autohersteller, die in Mexiko Werke bauen wollen, um von dort Autos in die USA zu exportieren. So drohte er Toyota, GM und Ford mit Importzöllen. Die Autobauer knickten ein und kündigten an, Milliarden in den USA zu investieren und Tausende Jobs dort zu schaffen. Selbst die deutschen Autohersteller sind inzwischen ins Visier von Trump geraten. In New Yorks 5th Avenue stehe "vor jedem Haus ein Mercedes", dagegen gebe es praktisch keine Chevrolets in Deutschland, klagte er im Interview mit der "Bild"-Zeitung.

<b>BMW ST</b><br />Die deutschen Auto-Aktien haben zuletzt etwas an Fahrt verloren. Die Titel von BMW gaben seit Jahresbeginn leicht nach. In den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres waren sie noch um rund 20 Prozent gestiegen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

BMW ST
Die deutschen Auto-Aktien haben zuletzt etwas an Fahrt verloren. Die Titel von BMW gaben seit Jahresbeginn leicht nach. In den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres waren sie noch um rund 20 Prozent gestiegen.

Lockheed Martin F35 beim Start

Rüstungsbranche
Unter Beschuss geriet auch die Luftfahrt- und Rüstungsbranche. Die erste Salve feuerte Trump gegen Boeing. Er monierte die zu hohen Kosten für das Präsidentenflugzeug Air Force One. "Boeing baut neue 747 Air Force One für künftige Präsidenten, aber die Kosten sind außer Kontrolle, mehr als vier Milliarden Dollar. Bestellung stornieren!", twitterte Trump. Kurz vor Weihnachten schlug der impulsive Republikaner erneut zu – und attackierte Lockheed Martin wegen ausufernder osten für den F-35-Kampfflieger. "F-35-Programm ist außer Kontrolle. Milliarden Dollar an Militär- und anderen Ausgaben können und werden eingespart werden", erklärte er via Twitter. Lockheed Martin gab sich reumütig und versprach bei einem Treffen mit Trump, einen möglichst niedrigen Preis für den neuen Kampjet anzubieten. Zudem kündigte der Rüstungskonzern die Schaffung von 1.800 Jobs in den USA an. Auch Boeing machte Zugeständnisse. Die Kosten der neuen Air Force One sollen nicht die Marke von vier Milliarden Dollar übersteigen.

<b>Boeing</b><br />Der Aktie von Boeing hat die Twitter-Attacke kaum geschadet. Sie setzte unbeirrt ihren Höhenflug fort. Seit November hat sie fast 30 Prozent zugelegt.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Boeing
Der Aktie von Boeing hat die Twitter-Attacke kaum geschadet. Sie setzte unbeirrt ihren Höhenflug fort. Seit November hat sie fast 30 Prozent zugelegt.

<b>Lockheed Martin</b><br />Die Aktie von Lockheed Martin befindet sich dagegen seit Anfang Dezember unter Druck. Sie notiert aber immer noch deutlich über dem Niveau von vor dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Lockheed Martin
Die Aktie von Lockheed Martin befindet sich dagegen seit Anfang Dezember unter Druck. Sie notiert aber immer noch deutlich über dem Niveau von vor dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl.

Medikamente im Einkaufswagen

Pharmabranche
Ausnahmsweise nicht über Twitter, sondern auf der ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl zum US-Präsidenten nahm Trump die Pharmahersteller ins Visier. Der Republikaner kritisierte die zu hohen Preise der Pharma-Hersteller und kündigte einen härten Kurs bei Preisverhandlungen für Medikamente an. Zudem kritisierte er, dass viele Firmen im Ausland produzierten. Die Pharma-Aktien gingen zuletzt auf Talfahrt. Kurz nach der Wahl Trumps waren sie noch angesprungen, da Investoren in Hillary Clinton das größere Risiko gesehen hatten. Die demokratische Kandidatin hatte sich den Kampf gegen den "Wucher" im Arzneimittelsektor ganz oben auf die Fahnen geschrieben.

<b>Pfizer</b><br />Die Aktien von Pfizer gaben seit der Trump-Pressekonferenz etwas nach. Auf Zwei-Monats-Sicht liegen sie aber immer noch zehn Prozent im Plus. Generell hinken allerdings die Pharma-Titel dem Gesamtmarkt momentan hinterher.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Pfizer
Die Aktien von Pfizer gaben seit der Trump-Pressekonferenz etwas nach. Auf Zwei-Monats-Sicht liegen sie aber immer noch zehn Prozent im Plus. Generell hinken allerdings die Pharma-Titel dem Gesamtmarkt momentan hinterher.