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Die Top-Verdiener in Europa Rangliste von Towers Watson

Eurobanknoten in einer Tasse mit Schweizer Kreuz

Gesamt-Vergütungen
Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson kassierten 2017 die Vorstandschefs der 100 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen durchschnittlich 5,73 Millionen Euro an Gehalt. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Am meisten Geld gab es für Konzernchefs in der Schweiz. Dort lagen die durchschnittlichen Gesamtvergütungen bei 7,76 Millionen Euro. "Die Schweiz ist das Vergütungsparadies in Europa", sagt hkp-Chef Michael Kramarsch. Unternehmensbosse in Großbritannien erhielten 6,38 Millionen Euro. Knapp dahinter auf Platz drei kamen die Vorstandsvorsitzenden deutscher Unternehmen. Sie strichen im Schnitt 6,35 Millionen Euro. Die Unterschiede erklären sich auch mit den Lebenshaltungskosten. In der Schweiz sind sie deutlich höher als in Deutschland.

Die Top-Verdiener in Europa Rangliste von Towers Watson

Eurobanknoten in einer Tasse mit Schweizer Kreuz

Gesamt-Vergütungen
Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson kassierten 2017 die Vorstandschefs der 100 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen durchschnittlich 5,73 Millionen Euro an Gehalt. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Am meisten Geld gab es für Konzernchefs in der Schweiz. Dort lagen die durchschnittlichen Gesamtvergütungen bei 7,76 Millionen Euro. "Die Schweiz ist das Vergütungsparadies in Europa", sagt hkp-Chef Michael Kramarsch. Unternehmensbosse in Großbritannien erhielten 6,38 Millionen Euro. Knapp dahinter auf Platz drei kamen die Vorstandsvorsitzenden deutscher Unternehmen. Sie strichen im Schnitt 6,35 Millionen Euro. Die Unterschiede erklären sich auch mit den Lebenshaltungskosten. In der Schweiz sind sie deutlich höher als in Deutschland.

Severin Schwan

Severin Schwan (Roche)
Europameister unter den Top-Verdienern war im vergangenen Jahr… ein 50-jähriger Österreicher in der Schweiz. Severin Schwan, der oberste Konzernlenker von Roche, erhielt 12,88 Millionen Euro. Ob das hohe Gehalt die Management-Leistungen von Schwan rechtfertigt, mag dahin gestellt sein. 2017 verdiente Roche neun Prozent weniger. Die Biosimilars-Konkurrenz bremste das Umsatzwachstum. Immerhin: In diesem Jahr lief es bisher deutlich besser...

<strong>Roche-Aktie</strong><br/>Im ersten Halbjahr fand Roche zu alter Form zurück und wuchs mit sieben Prozent so stark wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Dem Aktienkurs hat's nicht geholfen. Er stagniert bei unter 210 Euro.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Roche-Aktie
Im ersten Halbjahr fand Roche zu alter Form zurück und wuchs mit sieben Prozent so stark wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Dem Aktienkurs hat's nicht geholfen. Er stagniert bei unter 210 Euro.

AB InBev-Chef Carlos Brito

Carlos Brito (AB InBev)
Auf Platz zwei der Rangliste der bestbezahlten Manager in Europa steht ein Brasilianer. Der Chef des weltgrößten Bierbrauers AB InBev, Carlos Brito, kassierte 12,81 Millionen Euro. Brito schaffte es, den Konzern wieder auf Gewinn zu trimmen - dank Einsparungen und der Fokussierung auf Premium-Biere. 2017 verdiente der Anbieter von Marken wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois knapp acht Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte der Konzern wegen der Mega-Übernahme von SABMiller nur magere 1,2 Milliarden Dollar verdient. Trotz Bier-Absatzflaute steigerte AB InBev den Umsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent.

<strong>AB InBev</strong><br/>Im Vorjahr hatte der Konzern wegen der Mega-Übernahme von SABMiller nur magere 1,2 Milliarden Dollar verdient. Trotz Bier-Absatzflaute steigerte AB InBev den Umsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent. Die Aktie hat ihren Eigentümern aber in den vergangenen Monaten wenig Freude gemacht.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

AB InBev
Im Vorjahr hatte der Konzern wegen der Mega-Übernahme von SABMiller nur magere 1,2 Milliarden Dollar verdient. Trotz Bier-Absatzflaute steigerte AB InBev den Umsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent. Die Aktie hat ihren Eigentümern aber in den vergangenen Monaten wenig Freude gemacht.

Sergio Ermotti

Sergio Ermotti (UBS)
Aufs Treppchen der Super-Verdiener kam auch ein Top-Banker: UBS-Chef Sergio Ermotti. Der spröde Schweizer kassierte für seine Leistung im vergangenen Jahr 12,52 Millionen Euro. Unter Ermotti hat sich die Schweizer Großbank zu einem Vorzeigeinstitut innerhalb Europas entwickelt, die deutlich profitabler ist als die Deutsche Bank. Vor allem die Vermögensverwaltung floriert. 2017 schrumpfte allerdings der Gesamtgewinn der UBS von 3,2 auf 1,1 Milliarden Franken – wegen eines Sondereffekts durch die US-Steuerreform. Vor Steuern stieg das Ergebnis.

<strong>UBS</strong><br/>Den Aktienkurs konnte der UBS-Chef zuletzt nicht antreiben. Der Finanztitel dümpelt vor sich hin. Immerhin: Für die nächsten drei Jahre verspricht Ermotti den Aktionären mehr Dividende.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

UBS
Den Aktienkurs konnte der UBS-Chef zuletzt nicht antreiben. Der Finanztitel dümpelt vor sich hin. Immerhin: Für die nächsten drei Jahre verspricht Ermotti den Aktionären mehr Dividende.

Novartis CEO Joseph Jimenez

Joseph Jimenez (Novartis)
Wohl keine Sorgen um seine Rente braucht sich Joseph Jimenez zu machen. Der 59-jährige Amerikaner verdiente im vergangenen Jahr als Chef des Schweizer Pharmariesen Novartis stolze 11,58 Millionen Euro. Im Februar 2018 gab er den Posten auf, um wieder in die USA zurückzukehren. Sein Nachfolger, der indischstämmige Amerikaner Vasant Narasimhan, soll weniger verdienen – nämlich nur 8,9 Millionen Franken. Unter der Ägide von Jimenez sank 2017 das operative Konzernergebnis von Novartis auf 12,85 Milliarden Dollar. Nach Jahren des Umbaus und der Stagnation soll aber 2018 der Umsatz des Pharmariesen wieder zulegen. Insofern hat Jimenez Novartis wieder fit für die Zukunft gemacht. Am Aktienkurs ist das freilich noch nicht abzulesen. Auf Einjahres-Sicht dümpelte die Aktie vor sich hin.

<strong>Novartis<br/></strong>Insofern hat Jimenez Novartis wieder fit für die Zukunft gemacht. Am Aktienkurs ist das freilich noch nicht abzulesen. Auf Ein-Jahres-Sicht dümpelte die Aktie vor sich hin.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Novartis
Insofern hat Jimenez Novartis wieder fit für die Zukunft gemacht. Am Aktienkurs ist das freilich noch nicht abzulesen. Auf Ein-Jahres-Sicht dümpelte die Aktie vor sich hin.

SAP-Chef Bill McDermott

Bill McDermott (SAP)
Erst auf Platz fünf von Europas Top-Verdiener taucht ein Vorstandschef eines deutschen Konzerns auf: SAP-Boss Bill McDermott. Der smarte Amerikaner kassierte 2017 nach Angaben von Towers Watson fast 10,8 Millionen Euro. Der Walldorfer Software-Konzern steigerte 2017 den Gewinn um zwölf Prozent auf über vier Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent. "Wir haben große Versprechen gegeben und wir haben diese Versprechen gehalten", sagte McDermott. Er denkt auch an die Aktionäre. In den nächsten acht Jahren will McDermott den Börsenwert von SAP verdreifachen. Seit dem 2010 McDermott an die Spitze des Software-Konzerns rückte, hat sich die Marktkapitalisierung von SAP bereits verdreifacht. Wie lange er noch weitermacht, ist unklar. Vor zwei Jahren verlor der Amerikaner bei einem Unfall sein linkes Auge. Berechnungen von anderen Beratungsunternehmen zufolge war McDermott der Top-Verdiener in Europa. Laut hkp bekam der SAP-Chef 2017 gut 21,1 Millionen Euro an Vergütungen - Boni mit einberechnet.

<strong>SAP</strong><br/>McDermott denkt auch an die Aktionäre. In den nächsten acht Jahren will er den Börsenwert von SAP verdreifachen. Seit dem 2010 McDermott an die Spitze des Software-Konzerns rückte, hat sich die Marktkapitalisierung von SAP bereits verdreifacht. Wie lange er noch weitermacht, ist unklar. Vor zwei Jahren verlor der Amerikaner bei einem Unfall sein linkes Auge. Nach Berechnungen von anderen Beratungsunternehmen war McDermott der Top-Verdiener in Europa. Laut hkp bekam der SAP-Chef 2017 gut 21,1 Millionen Euro an Vergütungen - Boni mit eingerechnet.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday

SAP
McDermott denkt auch an die Aktionäre. In den nächsten acht Jahren will er den Börsenwert von SAP verdreifachen. Seit dem 2010 McDermott an die Spitze des Software-Konzerns rückte, hat sich die Marktkapitalisierung von SAP bereits verdreifacht. Wie lange er noch weitermacht, ist unklar. Vor zwei Jahren verlor der Amerikaner bei einem Unfall sein linkes Auge. Nach Berechnungen von anderen Beratungsunternehmen war McDermott der Top-Verdiener in Europa. Laut hkp bekam der SAP-Chef 2017 gut 21,1 Millionen Euro an Vergütungen - Boni mit eingerechnet.