Donald Trumps Schattenriss vor der Software Ag-Zentrale

Positive Effekte Die Software AG kann Trump danken

Stand: 19.01.2018, 09:41 Uhr

Die Software AG kann als ein großer Gewinner der Steuerreform der US-Regierung gelten. Bereits fürs laufende Jahr rechnet das Darmstädter Unternehmen mit einem deutlich positiven Einfluss auf den Gewinn.

Dieser Effekt soll beim Ergebnis je Aktie bei einem Plus von fünf bis zehn Prozent liegen. Diese Steuerentlastung werde sich "auf alle nachfolgenden Perioden in voraussichtlich ähnlicher Größenordnung positiv auswirken", teilte das Unternehmen mit. Dem stehe für 2017 ein Steuermehraufwand im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich gegenüber. Diesen Berechnungen liege ein Euro-Wechselkurs von 1,18 US-Dollar, eine unveränderte Aktienanzahl und Umsatzstruktur zu Grunde.

Von 35 auf 21 Prozent

Die Software AG erzielt mehr als 30 Prozent des Gesamtumsatzes in den USA. Das Land ist der mit Abstand größte Einzelmarkt des Unternehmens. Zudem haben die Darmstädter in der Vergangenheit zahlreiche Firmen im amerikanischen Markt übernommen. Daraus resultierende Lizenz-Zahlungen unterliegen dem amerikanischen Steuerrecht. Die US-Regierung hatte vor kurzem eine Senkung der des Ertragssteuersatzes auf Bundesebene von 35 auf 21 Prozent bekanntgegeben.

Noch konkreter will die Software AG am 25. Januar werden, wenn das vorläufige Ergebnis zum vierten Quartal und des vergangenen Geschäftsjahres bekannt gegeben werden sollen. Außerdem ist dann eine Telefonkonferenz für Analysten und Medien geplant.

Die Aktie der Software AG profitiert von diesen guten Aussichten. Das im TecDax gelistete Papiere gewann in der Spitze fast drei Prozent auf ein 18-Jahres-Hoch - dieses Mal bei 49,27 Euro. Die Analysten der HSBC sehen ein aktuelles charttechnisches Kurspotenzial bis auf 56,47 Euro, wo sie die Oberkante des derzeitigen Aufwärtstrend ausgemacht haben.

ME