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Die Siemens-Abspaltungen Von Epcos bis Osram

Fertigung bei Epcos

Epcos
Schon vor fast 20 Jahren ließ Siemens eine Tochter los und machte sie selbständig. 1999 stieß der Industriekonzern den Bauelemente- Bereich ab und brachte ihn unter dem Namen Epcos an die Börse. Zeitweise notierte Epcos im Dax, ab 2002 dann im Neuen Markt. 2006 zog Siemens die Reißleine und verkaufte seine restlichen Epcos-Anteile. Die elektronische Bauelemente-Firma gehört heute zur japanischen TDK.

Die Siemens-Abspaltungen Von Epcos bis Osram

Fertigung bei Epcos

Epcos
Schon vor fast 20 Jahren ließ Siemens eine Tochter los und machte sie selbständig. 1999 stieß der Industriekonzern den Bauelemente- Bereich ab und brachte ihn unter dem Namen Epcos an die Börse. Zeitweise notierte Epcos im Dax, ab 2002 dann im Neuen Markt. 2006 zog Siemens die Reißleine und verkaufte seine restlichen Epcos-Anteile. Die elektronische Bauelemente-Firma gehört heute zur japanischen TDK.

Ulrich Schumacher beim Infineon-Börsengang vor einem Porsche

Infineon
Im Jahr 2000 spaltete Siemens auch seine Halbleitersparte nach Milliardenverlusten ab - und hievte sie unter dem Namen Infineon an die Börse. Doch der Schritt kam zu spät, der New-Economy-Hype war schon verflogen. Der Kurs von Infineon rauschte nur kurze Zeit nach oben, dann kam der Katzenjammer. Trotzdem hat sich der Chipkonzern bis heute erfolgreich behauptet und notiert mittlerweile im Dax.

<b>Infineon</b><br />Die Firma liefert Chips für Produkte von Autos bis hin zu Fernsehern. Mittlerweile erzielt Infineon einen Umsatz von sieben Milliarden Euro und hat die Zahl der Mitarbeiter von anfangs 25.000 auf 37.000 ausgebaut. Allerdings lief nicht alles reibungslos - 2006 spaltete der Infineon-Konzern seine Speicherchip-Herstellung unter dem Namen Qimonda ab, die 2009 in die Insolvenz rutschte.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 5 Jahre

Infineon
Die Firma liefert Chips für Produkte von Autos bis hin zu Fernsehern. Mittlerweile erzielt Infineon einen Umsatz von sieben Milliarden Euro und hat die Zahl der Mitarbeiter von anfangs 25.000 auf 37.000 ausgebaut. Allerdings lief nicht alles reibungslos - 2006 spaltete der Infineon-Konzern seine Speicherchip-Herstellung unter dem Namen Qimonda ab, die 2009 in die Insolvenz rutschte.

Siemens-Handy vor BenQ-Schriftzug

Mobiltelefone
Ein trauriges Kapitel von Siemens ist das Handy-Geschäft. Schon 1985 baute Siemens sein erstes Mobiltelefon, einen Koffer mit Hörer. Von da an wuchs die Handyfertigung bei Siemens. Das Unternehmen war zeitweise fünftgrößter Hersteller weltweit und spielte in einer Liga mit Nokia und Motorola. Die Konkurrenz asiatischer Anbieter brachte Siemens aber in Schwierigkeiten. 2004 rutschte die Mobilfunk-Sparte in die roten Zahlen. Konsequenz: 2005 verkaufte Siemens das Handy-Geschäft an das taiwanische Unternehmen BenQ. Nur ein Jahr später führte dieses die Sparte in die Insolvenz.

Computerproduktion bei Fujitsu Siemens Computers GmbH in Sömmerda

Computer
Im Jahr 1999 formte Siemens mit dem japanischen Technologiekonzern Fujitsu den größten Computerhersteller Europas. Fujitsu Siemens war lange Zeit Marktführer in Deutschland, verlor allerdings ab 2005 deutlich an Marktanteilen. Wegen der schwachen Rentabilität löste Siemens 2009 das Joint Venture auf. Fujitsu übernahm die Siemens-Anteile und vertreibt die Computer seitdem unter eigenem Namen.

Osram LED-Lampe

Osram
Drei Jahre später - 2012 - machte Siemens auch noch bei der rund 100-jährigen Traditionstochter Osram das Licht aus. Die gesamte Leuchtmittel-Sparte wurde an die Börse gebracht. Das Spin-Off wurde zum Erfolg: Osram avancierte zum zweitgrößten Leuchtmittelhersteller der Welt hinter Philips.

<strong>Osram</strong><br/>Das im MDax notierte Traditionsunternehmen hat sich inzwischen von seinem Glühlampen-Geschäft verabschiedet und konzentriert sich auf industrielle LED-Beleuchtung. Die Aktie hat in den fünf Jahren ihres Bestehens ein wahres Wechselbad erlebt.<br/><br/><em>Mehr zum Thema: </em><a href="" externalId="7316e9df-8b11-4512-a584-66186bf820c3"><em>Osram - jetzt einsteigen?</em></a>: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 5 Jahre

Osram
Das im MDax notierte Traditionsunternehmen hat sich inzwischen von seinem Glühlampen-Geschäft verabschiedet und konzentriert sich auf industrielle LED-Beleuchtung. Die Aktie hat in den fünf Jahren ihres Bestehens ein wahres Wechselbad erlebt.

Mehr zum Thema: Osram - jetzt einsteigen?