Michelle und Barack Obama

Eigene Show im Gespräch Netflix und die Obamas: Das könnte passen

Stand: 09.03.2018, 09:12 Uhr

Der Streaming-Dienst Netflix erreicht tagtäglich ein Millionenpublikum. Und Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle gehören zu den bekanntesten Amerikanern überhaupt. Was liegt also näher, als sich zusammen zu tun?

Offenbar bahnt sich zwischen den Obamas und Netflix ein Coup an, dessen Auswirkungen noch gar nicht abzuschätzen sind. Wie die "New York Times" schreibt, befindet sich der ehemalige Präsident in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Streaming-Dienst über eine eigene Show. Die Zeitung beruft sich auf Verhandlungsteilnehmer. Die Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen.

Eine globale Plattform

Barack Obama

Barack Obama. | Quelle: picture-alliance/dpa

Hinter der Meldung verbirgt sich Zündstoff. Denn Netflix hat weltweit 118 Millionen Abonnenten und würde Obama und seiner Frau Michelle damit eine weltweite Plattform bieten. Wie die Zeitung weiter schreibt, wolle Obama in einer eigenen Show nicht direkt auf die Politik des derzeitigen Präsidenten eingehen, sondern die Themen aufgreifen, die ihm in seiner Präsidentschaft am Herzen gelegen haben. Dazu gehören etwa die Gesundheitspolitik oder die Regelung der Einwanderung. Teilnehmen soll danach auch seine Frau Michelle, die mindestens ebenso bekannt (und beliebt) ist wie der Ex-Präsident.

Der politische Zündstoff liegt aber auf der Hand, wie man am exzessiven Gebrauch des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Donald Trump sieht. Obama kann seinem Nachfolger per Internet durchaus das Leben sauer machen, denn kein anderer Politiker hat das Land so tief gespalten wie Trump. Schon während seiner Präsidentschaft wusste Obama geschickt die sozialen Medien für sich zu nutzen und damit (Medien)-Politik im 21. Jahrhundert zu machen. Ein weiteres Argument, das für eine Zusammenarbeit der beiden Partner sprechen würde.

Netflix-Aktie ist ein Traum

Und Netflix selbst? Die Börse hat ein gutes Gespür für Gewinner und Verlierer, eine Sprache, die vor allem Trump verstehen dürfte. Der Blick auf den Netflix-Chart spricht für sich. Vor allem 2017 war der Durchbruch für die Streaming-Plattform. Diese wird an der Nasdaq schon mit über 137 Milliarden Dollar bewertet. Die jüngsten Geschäftszahlen waren eine einzige Erfolgsmeldung, allein im vierten Quartal wurden 8,3 Millionen neue Abonnenten gewonnen. Am Donnerstag schloss das Netflix-Papier an der US-Technologiebörse Nasdaq 1,3 Prozent leichter bei 317 Dollar.

rm