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Die neuen TV-Player Von Amazon bis Zattoo

Ein Mann mit  Netflix-Websites auf einem PC-Monitor und einem Netbook

Netflix
Der Streaming-Dienst hat den TV-Markt wohl am meisten umgekrempelt. Mit seinem On-Demand-Angebot von zahlreichen hochwertigen TV-Filmen und -Sendungen wie die Politserie "House of Cards" hat Netflix bereits 100 Millionen Abonnenten weltweit angelockt. Der Konzern macht nicht nur Serien, sondern auch Dokus wie "Chef's Table", Reportagen ("Amanda Knox") und unterhält gar eine eigene Talkshow ("Chelsea"). In Kürze soll die erste weltweite Gameshow "Ultimate Beast Master" starten. Firmenchef Reed Hastings hat große Pläne für seinen Dienst: Bis Ende 2017 will Netflix in 200 Ländern vertreten sein - derzeit sind es noch 50.

Die neuen TV-Player Von Amazon bis Zattoo

Ein Mann mit  Netflix-Websites auf einem PC-Monitor und einem Netbook

Netflix
Der Streaming-Dienst hat den TV-Markt wohl am meisten umgekrempelt. Mit seinem On-Demand-Angebot von zahlreichen hochwertigen TV-Filmen und -Sendungen wie die Politserie "House of Cards" hat Netflix bereits 100 Millionen Abonnenten weltweit angelockt. Der Konzern macht nicht nur Serien, sondern auch Dokus wie "Chef's Table", Reportagen ("Amanda Knox") und unterhält gar eine eigene Talkshow ("Chelsea"). In Kürze soll die erste weltweite Gameshow "Ultimate Beast Master" starten. Firmenchef Reed Hastings hat große Pläne für seinen Dienst: Bis Ende 2017 will Netflix in 200 Ländern vertreten sein - derzeit sind es noch 50.

<b>Netflix</b><br />Die Aktie schien vor einigen Monaten vorerst ihren Zenit erreicht zu haben. Auf Ein-Jahres-Sicht verbucht der Titel inzwischen aber wieder einen Zuwachs von 75 Prozent. Die Wachstumsraten der Abonnenten scheinen mit den Erwatungen wieder mitzuhalten, obwohl es immer  mehr Nachahmer gibt. : Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Netflix
Die Aktie schien vor einigen Monaten vorerst ihren Zenit erreicht zu haben. Auf Ein-Jahres-Sicht verbucht der Titel inzwischen aber wieder einen Zuwachs von 75 Prozent. Die Wachstumsraten der Abonnenten scheinen mit den Erwatungen wieder mitzuhalten, obwohl es immer mehr Nachahmer gibt.

<b>Amazon Prime</b><br />Auch die Amazon-Aktie läuft weiter aufwärts, was hat aber nur bedingt mit der Expansion im Video-on-Demand-Geschäft zu tun. Amazon ist weiter auf Expansionskurs und opfert dafür auch gerne einmal einen Teil seiner Gewinne. Kräftig investiert wird nicht zuletzt auch in Video-on-demand-Inhalte.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Amazon Prime
Auch die Amazon-Aktie läuft weiter aufwärts, was hat aber nur bedingt mit der Expansion im Video-on-Demand-Geschäft zu tun. Amazon ist weiter auf Expansionskurs und opfert dafür auch gerne einmal einen Teil seiner Gewinne. Kräftig investiert wird nicht zuletzt auch in Video-on-demand-Inhalte.

Amazon Streamingbox für Fire TV

Amazon Prime
Der US-Konzern produziert inzwischen ähnlich wie Netflix eigene Serien - zum Beispiel die große Autoshow "The Grand Tour". Sie startet am 18. November. In Deutschland ist Amazon Prime bereits Marktführer. Die für den kommenden Sommer geplante "Bullyparade" von Comedian "Bully" Herbig soll exklusiv bereits ein halbes Jahr nach dem Kinostart auf Amazon Prime zu sehen sein. Mit der Fire TV Box mischt Amazon auch im Streaming-Boxen-Geschäft mit - und konkurriert mit Apple TV.

<b>Google</b><br />Etwas ins Hintertreffen geraten gegenüber Netflix und Amazon ist Google Play. In Deutschland kommt der Internet-Riese mit seinem VoD-Dienst nur noch auf einen Marktanteil von zehn Prozent und Platz fünf. Dem Aktienkurs des Google-Mutterkonzerns Alphabet hat das nicht geschadet. Er ist auf Ein-Jahres-Sicht um rund zwölf Prozent nach vorne gesaust. Mit seinem digitalen Fernsehempfänger Chromecast mischt Google zusätzlich im Streaming-Geschäft mit. Das Gerät kostet ab 35 Euro und wird direkt in den HDMI-Port des Fernsehers gesteckt.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Google
Etwas ins Hintertreffen geraten gegenüber Netflix und Amazon ist Google Play. In Deutschland kommt der Internet-Riese mit seinem VoD-Dienst nur noch auf einen Marktanteil von zehn Prozent und Platz fünf. Dem Aktienkurs des Google-Mutterkonzerns Alphabet hat das nicht geschadet. Er ist auf Ein-Jahres-Sicht um rund zwölf Prozent nach vorne gesaust. Mit seinem digitalen Fernsehempfänger Chromecast mischt Google zusätzlich im Streaming-Geschäft mit. Das Gerät kostet ab 35 Euro und wird direkt in den HDMI-Port des Fernsehers gesteckt.

Ein Fernseher mit einer Set-Top-Box - Apple TV -  des Herstellers Apple

Apple TV
Ein weiterer wichtiger alternativer TV-Player ist Apple. Der iPhone- Hersteller verdient über seinen iTunes- Store mit Filmen oder Serienstaffeln Geld. Künftig denkt Apple auch über eigene TV-Shows oder Produktionen nach. Für Apple TV hat der Konzern eine Set-Top-Box auf den Markt gebracht. Wie in einer Videothek müssen die Kunden je Film und Sendung bezahlen. Es gibt keine Flatrate wie bei Amazons Fire TV.

<b>Apple</b><br />Die Apple-Aktie liegt auf Ein-Jahres-Sicht rund 30 Prozent im Plus.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Apple
Die Apple-Aktie liegt auf Ein-Jahres-Sicht rund 30 Prozent im Plus.

Maxdome-Screenshot mit Logo

Maxdome
Unter den deutschen Video-on-Demand-Anbietern schlägt sich Maxdome mit Abstand am besten. Die ProSiebenSat.1-Tochter ist die Nummer vier mit einem Marktanteil von elf Prozent. Zeitweise war Maxdome sogar Marktführer.

<b>Maxdome (ProSiebenSat.1 Media)</b><br />Die Video-on-Demand-Aktivitäten konnten der Aktie zuletzt nicht viel helfen. Sie hat auf Ein-Jahres-Sicht fast 30 Prozent verloren.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Maxdome (ProSiebenSat.1 Media)
Die Video-on-Demand-Aktivitäten konnten der Aktie zuletzt nicht viel helfen. Sie hat auf Ein-Jahres-Sicht fast 30 Prozent verloren.

<b>Sky</b><br />Mit seinen vier Abrufdiensten Sky Ticket, Sky on Demand, Sky Go und Sky Store hat sich der Abo-Sender einen Marktanteil von zwölf Prozent im deutschen Streaming-Markt erkämpft. Damit ist Sky bereits Nummer drei hierzulande - noch vor Maxdome und Amazon Prime. Die Sky-Aktie staginiert allerdings im laufenden Jahr. : Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Sky
Mit seinen vier Abrufdiensten Sky Ticket, Sky on Demand, Sky Go und Sky Store hat sich der Abo-Sender einen Marktanteil von zwölf Prozent im deutschen Streaming-Markt erkämpft. Damit ist Sky bereits Nummer drei hierzulande - noch vor Maxdome und Amazon Prime. Die Sky-Aktie staginiert allerdings im laufenden Jahr.

Screenshot der Pantaleon-Website

Pantaleon
Zu einem ganz neuen Streaming-Anbieter hat sich Pantaleon gemausert. Der Dienst Pantaflix wendet sich an Filmfans, die außerhalb ihres Heimatlands leben und die Originalversionen von Filmen in ihrer Heimatsprache suchen. Nutzer zahlen vier Euro pro Abruf. 75 Prozent der erzielten Umsätze soll der Produzent bekommen, 25 Prozent gehen an Pantaflix. Zudem produziert Pantaleon eigene Serien mit dem Zugpferd Matthias Schweighöfer. 2016 erhielt das Unternehmen einen Auftrag für die erste deutsche Serie von Amazon Prime - natürlich mit Schweighöfer.

<b>Pantaflix</b><br />Die Aktie hat sich seit dem Börsengang vervielfacht. Auf Ein-Jahres-Sicht konnte der Titel gut zehn Prozent zulegen und pendelt nun um die 130 Euro.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Pantaflix
Die Aktie hat sich seit dem Börsengang vervielfacht. Auf Ein-Jahres-Sicht konnte der Titel gut zehn Prozent zulegen und pendelt nun um die 130 Euro.

<b>Telekom Entertain TV</b><br />Auf Internet-Fernsehen setzt die Deutsche Telekom mit ihrem Dienst Entertain. 40 TV-Programme können dort live geschaut werden. Video-on-Demand ist aber auch möglich: Einzelne Sendungen können auch in der Cloud gespeichert werden. Knapp 10 Euro monatlich kostet der Dienst – zusätzlich zum Telekom-Anschluss. Bereits 2,8 Millionen Entertain-Kunden zählt die Telekom. Der Bonner Konzern arbeitet bei seinem Programmangebot auch mit Netflix zusammen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Telekom Entertain TV
Auf Internet-Fernsehen setzt die Deutsche Telekom mit ihrem Dienst Entertain. 40 TV-Programme können dort live geschaut werden. Video-on-Demand ist aber auch möglich: Einzelne Sendungen können auch in der Cloud gespeichert werden. Knapp 10 Euro monatlich kostet der Dienst – zusätzlich zum Telekom-Anschluss. Bereits 2,8 Millionen Entertain-Kunden zählt die Telekom. Der Bonner Konzern arbeitet bei seinem Programmangebot auch mit Netflix zusammen.

<b>Kabel Deutschland (Vodafone)</b><br />Die Kabelbetreiber sind ebenfalls ein großer Anbieter im Internet-Fernsehen. Das hat auch Vodafone erkannt. Vor zwei Jahren schluckten die Briten Kabel Deutschland und konnten so ihren Kundenstamm im Internet-TV deutlich ausweiten. Acht Millionen TV-Kunden hat Vodafone inzwischen dank der Übernahme von Kabel Deutschland. Die Vodafone-Aktie musste zuletzt aber Federn lassen. Sie verlor binnen eines Jahres rund zehn Prozent an Wert.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Kabel Deutschland (Vodafone)
Die Kabelbetreiber sind ebenfalls ein großer Anbieter im Internet-Fernsehen. Das hat auch Vodafone erkannt. Vor zwei Jahren schluckten die Briten Kabel Deutschland und konnten so ihren Kundenstamm im Internet-TV deutlich ausweiten. Acht Millionen TV-Kunden hat Vodafone inzwischen dank der Übernahme von Kabel Deutschland. Die Vodafone-Aktie musste zuletzt aber Federn lassen. Sie verlor binnen eines Jahres rund zehn Prozent an Wert.

Zattoo-Logo

Zattoo
Zu den Web-TV-Pionieren gehört Zattoo. Die Schweizer sind schon seit zehn Jahren auf dem Markt. Über Zattoo können mehr als 70 öffentlich-rechtliche Sender empfangen werden - kostenlos und in SD-Qualität. Wer Privatsender sehen will, muss zehn Euro monatlich zahlen. Zattoo bezeichnet sich als führender Internet-TV-Anbieter in Europa und spricht von rund zwei Millionen aktiven Nutzern pro Monat.

Magine TV-Werbung

Magine TV
Ein weiterer Web-TV-Dienst hat sich in Deutschland und Europa etabliert: Magine TV aus Schweden. Wie bei Zattoo können die Kunden auf Magine öffentlich-rechtliche Sender kostenlos anschauen, Privatsender in HD-Qualität kosten ab fünf Euro monatlich. Seit kurzem können auch für je 2,99 Euro monatlich Senderpakete mit Kinofilmen, Kinderunterhaltung oder TV-Serien gebucht werden Zudem bieten die Schweden einen on-Demand-Service an: Die Sendungen können zeitversetzt gesehen werden. Das Programm braucht nur angehalten zu werden und kann zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Nach eigenen Angaben zählt Magine TV in Deutschland genau so viele aktive Kunden wie Zattoo, nämlich rund zwei Millionen Nutzer.