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Die Luft wird dünner für Atlantia

Stand: 03.01.2020, 15:54 Uhr

Der politische Druck auf den italienischen Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia (ASPI) nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke bei Genua vor eineinhalb Jahren wächst. Das Unternehmen gehört zu 88 Prozent der Benetton-Holding Atlantia, zwölf Prozent der Anteile liegen beim Münchner Versicherer Allianz.

Verkehrs-Staatssekretär Giancarlo Cancelleri dringt auf einen Entzug der lukrativen Konzession für den größten Straßenmaut-Einnehmer des Landes. Bei dem Brückeneinsturz im August 2018 waren 43 Menschen ums Leben gekommen. Seither tobt der Streit um die Verantwortung für das Unglück und die Konsequenzen.

Bei einem entschädigungslosen Lizenzentzug würde der Firma Unternehmenskreisen zufolge sogar die Pleite drohen. Dann könne ASPI Schulden in Höhe von 10,8 Milliarden Euro nicht mehr bedienen. Auch Atlantia-Kredite über 5,3 Milliarden wären dann gefährdet.