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Die Höhepunkte der Tesla-Geschichte Schneller, immer schneller

Marc Tarpenning (l) und Martin Eberhard

Juli 2003: Gründung von Tesla
Martin Eberhard und Marc Tarpenning gründen Tesla - noch unter dem Namen Tesla Motors. Die beiden Ingenieure glauben an die Zukunft des Elektroautos und sind erbost über General Motors. Der Autokonzern hatte zuvor seine verleasten Elektroautos vom Modell EV1 wieder einkassiert und verschrottet.

Die Höhepunkte der Tesla-Geschichte Schneller, immer schneller

Marc Tarpenning (l) und Martin Eberhard

Juli 2003: Gründung von Tesla
Martin Eberhard und Marc Tarpenning gründen Tesla - noch unter dem Namen Tesla Motors. Die beiden Ingenieure glauben an die Zukunft des Elektroautos und sind erbost über General Motors. Der Autokonzern hatte zuvor seine verleasten Elektroautos vom Modell EV1 wieder einkassiert und verschrottet.

17. März 2008: Tesla Roadster
Die Produktion des Tesla Roadster beginnt. Die Karosserie basiert unverkennbar auf dem Lotus Elise, einem klassischen Sportwagen mit einem Verbrennungsmotor. Damit sind die Gemeinsamkeiten auch schon beendet. Die Antriebsbatterie besteht aus 6.831 herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in Notebooks verwendet werden. Die Reichweite liegt bei damals sensationellen 350 Kilometern. Und mit dem Vorurteil, dass Elektroautos lahme Kisten sein müssen, räumt Tesla auch auf: Das Modell hat fast 300 PS und beschleunigt von null auf 100 km/h in 3,7 Sekunden.

Elon Musk, 2008

Oktober 2008: Elon Musk wird CEO
Der heutige Vorstandschef Elon Musk übernimmt die Leitung von Tesla. Der Manager ist dem Unternehmen bereits seit dem Jahr 2004 verbunden. Damals hatte er sechs Millionen Dollar seines Vermögens in Tesla gesteckt. Das Geld dafür nahm er aus dem Verkaufserlös seiner PayPal-Anteile - ein Unternehmen, an dessen Erfolg er ebenfalls maßgeblichen Anteil hatte.

Elon Musk (l.) und Dieter Zetsche

19. Mai 2009: Daimler steigt bei Tesla ein
Kurz nach der Vorstellung des Prototypen des Model S und der Vorbereitung von dessen Produktion kann Tesla wie so häufig in seiner Geschichte frisches Kapital sehr gut gebrauchen. Rettung kommt von der Daimler AG. Unter der Leitung des damaligen Vorstandschefs Dieter Zetsche stecken die Stuttgarter 50 Millionen Dollar in Tesla und erhalten dafür zehn Prozent der Anteile. Diese wären heute fast zehn Milliarden Dollar wert, wenn Zetsche diese im Jahr 2014 nicht für 600 Millionen Euro verkauft hätte.

Auch sonst hilft Daimler bei der Entwicklung mit. So zeugen noch heute einige Schalter und Hebel im Model S von der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit.

10 Jahre Tesla-Aktie

29. Juni 2010: Tesla geht an die Börse
Tesla geht an die Börse. Das kalifornische Unternehmen erlöst 226 Millionen Dollar. Der Ausgabepreis beträgt 17 Dollar. Zehn Jahre später hat sich der Aktienkurs in der Spitze versechzigfacht. Inszwischen liegt der Börsenwert von Tesla höher als von BMW, Daimler und Volkswagen zusammengenommen - ein böses Omen für die deutsche Autoindustrie?

Tesla Model S

22. Juni 2012: Auslieferung des Model S startet
Zwei Jahre später straft Elon Musk die Kritiker Lügen, die oft die Insolvenz von Tesla vorausgesagt hatten. Stattdessen wird das Model S auf den Markt gebracht - mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern und maximal 469 PS. Bei späteren Versionen liegt die Leistung bei bis zu 661 PS und einer Beschleunigung von Null auf Hundert von 2,3 Sekunden.

Tesla Supercharger

24. September 2012: Start der Supercharger
Tesla bringt die ersten eigene Ladestationen an den Start. Die sechs Standorte in Kalifornien sind für die damaligen Tesla-Kunden kostenlos. Inzwischen verfügt Tesla weltweit über mehr als 18.000 Supercharger an über 1.600 Standorten. Damit entkräftet Tesla das Thema “Ladeangst”. Die Bedienung ist im Gegensatz zur Konkurrenz kinderleicht: Ein einziges Mal das Fahrzeug bei Tesla registrieren und dann immer nur noch den Ladestecker einstecken.

Tesla-Akku Powerwall

April 2015: Tesla kündigt Powerwall an
Tesla kündigt den Einstieg in das nächste Geschäftsfeld an. Mit den Batteriesystemen “Tesla Powerwall!” bietet das Unternehmen Batterie-Speichersysteme für Privathaushalte und Unternehmen an, zum Beispiel, um temporär überschüssigen Solarstrom zu speichern.

Tesla - Autonomes Fahren

Oktober 2015: Tesla präsentiert den Autopiloten
Ein halbes Jahr später macht Tesla den ersten kleinen Schritt in Richtung selbstfahrendes Auto. Der Tesla Autopilot debütiert in einem Model S. Längerfristiges Ziel ist das komplett selbstfahrende Auto auf Level 5.

Grafische Darstellung der Tesla Gigafactory

29. Juli 2016: Eröffnung der Gigafactory in Nevada
Tesla eröffnet seine erste sogenannte Gigafactory im amerikanischen Bundesstaat Nevada. Dort produzieren die Amerikaner zusammen mit der japanischen Panasonic Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos und stationäre Stromspeicher. In Zukunft sollen Batteriezellen mit einer Gesamtkapazität von 35 Gigawattstunden pro Jahr produziert werden.

Modellhaus SolarCity

1. August 2016: Tesla kauft SolarCity
Nur wenige Tage später steigt Tesla auch ins Solargeschäft ein. Für 2,6 Milliarden Dollar kauft Tesla SolarCity, einen Hersteller von Solarstromanlagen, und vervollständigt damit die Wertschöpfungskette. Doch der große Durchbruch bleibt dem Geschäft bisher verwehrt.

Tesla Model 3

August 2018: Model 3 meistverkauftes Elektroauto der Welt
Im August 2018 hat es Elon Musk geschafft. Das Model 3 ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt und überholt den bisherigen Sptizenreiter Nissan Leaf. Deutsche Modelle finden sich noch nicht einmal unter den ersten zehn der meistverkauften Modelle.