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Die größten Übernahmen deutscher Konzerne Milliarden-Hochzeiten

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Bayer - Monsanto: 62 Milliarden Dollar

Für stolze 62 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) will Bayer den US-Agrarmulti Monsanto schlucken. Es wäre die größte Akquisition eines deutschen Unternehmens im Ausland. Der Deal könnte aber noch teurer werden, denn Monsanto hat das Angebot als zu niedrig abgewiesen. Mehr zum Thema: Das große Poker-Spiel

Die größten Übernahmen deutscher Konzerne Milliarden-Hochzeiten

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Bayer - Monsanto: 62 Milliarden Dollar

Für stolze 62 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) will Bayer den US-Agrarmulti Monsanto schlucken. Es wäre die größte Akquisition eines deutschen Unternehmens im Ausland. Der Deal könnte aber noch teurer werden, denn Monsanto hat das Angebot als zu niedrig abgewiesen. Mehr zum Thema: Das große Poker-Spiel

Daimler Benz-Chef Jürgen Schrempp (l.), und Chrysler-Chef Robert Eaton geben sich am 7.5.1998 die Hand.

Daimler - Chrysler: 38,6 Milliarden Dollar

Der bisher teuerste Zukauf eines deutschen Konzerns im Ausland war die Übernahme von Chrysler durch Daimler Benz im Sommer 1998. Die beiden Autobauer feierten die Milliardenhochzeit als "Fusion unter Gleichen". Doch so richtig passten Daimler und Chrysler nicht zueinander. 2007 kam es zur Scheidung. Daimler verkaufte Chrysler für sechs Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Cerberus. Inzwischen hat Chrysler einen neuen Lebenspartner gefunden: Fiat.

(l.-r.) Canning Fok, Chef des Orange-Hauptaktionärs Hutchison Whampoa, Graham Howe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Orange, Orange-Vorstandschef Hans Snook, und Mannesmann-Chef Klaus Esser

Mannesmann - Orange: 35,4 Milliarden Dollar

Ebenfalls kein Glück hatte Mannesmann mit dem britischen Mobilfunker Orange. Nur kurze Zeit nachdem der Düsseldorfer Traditionskonzern Orange 1999 für rund 35,3 Milliarden Dollar geschluckt hatte, wurde Mannesmann selbst übernommen - von Vodafone.

Blick auf den Eingangsbereich der VoiceStream-Zentrale in Bellevue, Washington

Deutsche Telekom - Voicestream: 34,6 Milliarden Dollar

Die Expansion in die USA ließ sich die Deutsche Telekom einiges kosten: Für 34 Milliarden Dollar erwarben im Sommer 2000 die Bonner den US-Mobilfunker Voicestream. Damals wurde Telekom-Chef Ron Sommer für den Mega-Deal gefeiert. Doch schon bald wurde er zum Buhmann, weil Voicestream viel Geld verbrannte. Inzwischen wurde das Unternehmen in T-Mobile US umbenannt und macht der Telekom richtig Freude, die Gewinne sprudeln. Dennoch will Telekom seine US-Tochter loswerden. Mehrere Versuche scheiterten zuletzt. Mehr zum Thema: Was macht eigentlich Ron Sommer?

Hanson-Arbeiter mit Helm und Baustelle spiegelnder Sonnenbrille

HeidelbergCement - Hanson: 18,4 Milliarden Dollar

Richtig Kies zahlte 2007 der Baustoffkonzern HeidelCement für den britischen Rivalen Hanson. Knapp 18,4 Milliarden Dollar legten die Heidelberger für den Produzenten von Zuschlagstoffen (Sand und Kies) hin. Damit stieg HeidelCement zum weltgrößten Hersteller von Zuschlagstoffen auf.

Sigma-Aldrich-Logo

Merck - Sigma-Aldrich: 16,4 Milliarden Dollar

Auch der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck sucht sein Heil in den USA: Für rund 16,4 Milliarden Dollar übernahm Merck 2014 den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich. Der größte Zukauf der Firmengeschichte gab im ersten Quartal kräftig Schub.

Gastürme von BOC

Linde - BOC: 15,5 Milliarden Dollar

Mit einem Mega-Deal auf der Insel katapultierte sich Linde 2006 zum Weltmarktführer für Industriegase. Für 15,5 Milliarden Dollar kaufte der Dax-Konzern 2006 den britischen Rivalen BOC. Inzwischen hat Air Liquide wieder Linde überholt und Platz eins im Ranking der Industriegase-Konzerne zurückerobert. Mehr zum Thema: Das Duell: Linde vs. Air Liquide

Weißes Powergen-Logo auf rotem Grund

Eon - Powergen: 15,1 Milliarden Dollar

Für Furore sorgte Eon 2001 mit einem Milliarden-Deal in Großbritannien: Für 15,1 Milliarden Dollar erwarb der größte deutsche Versorger den britischen Konkurrenten Powergen. Dadurch gelang der Eintritt in den lukrativen US-Markt. Das mit übernommene britische Stromnetz stieß Eon vor fünf Jahren wieder ab.

Merck & Co-Büros, davor Mauer mit Frimenlogo  in Rahway, New Jersey

Bayer - Merck rezeptfreie Medikamente: 14,2 Milliarden Dollar

Milliarden-Deals sind für Bayer nichts Ungewöhnliches: Bereits vor zwei Jahren schluckten die Leverkusener für 14,2 Milliarden Dollar einen Teil des US-Pharmakonzerns Merck, das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Damit avancierte Bayer zum weltweit zweitgrößten Anbieter in diesem Bereich hinter Johnson & Johnson.

London Stock Exchange

Deutsche Börse - LSE: 13,9 Milliarden Dollar

Ein weiterer Milliardendeal könnte in den nächsten Monaten über die Bühne gehen: Die Deutsche Börse will sich mit der altehrwürdigen Londoner Stock Exchange (LSE) zur europäischen "Super-Börse" zusammenschließen. Bei dem geplanten Aktientausch wird die LSE mit 13,9 Milliarden Dollar bewertet. Die Aktionäre beider Börsen sollen erst nach dem britischen Referendum zum Brexit über die Fusionspläne entscheiden. Mehr zum Thema: Deutsche Börse verschiebt Abstimmung über LSE-Hochzeit

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