Tesla-Logo auf einem Model S
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Aktie fällt Die Börse zweifelt an Tesla

Stand: 10.08.2018, 07:50 Uhr

Nach der Euphorie um Teslas mögliche Abkehr von der Börse steigen die Zweifel am Plan von Firmenchef Elon Musk. Das hinterlässt deutliche Spuren an der Börse.

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum Intraday
Kurs
338,69
Differenz relativ
-2,57%

Die Tesla-Aktie verlor an der Technologiebörse Nasdaq bis Handelsschluss 4,8 Prozent auf 352 Euro. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verlangt der Verwaltungsrat von Tesla laut Insidern von Musk mehr Informationen darüber, wie dieser einen Rückzug des Unternehmens von der Börse finanzieren will. Am Markt herrscht vor allem Skepsis gegenüber Musks Behauptung, die Finanzierung eines Deals, um den Elektroautobauer von der Börse zu nehmen, sei gesichert. Dafür wären über 70 Milliarden Dollar nötig und bislang wurde nicht geklärt, woher das Geld kommen soll.

Mit dem Rückgang gab das Papier fast alle Gewinne wieder ab, die es in dieser Woche nach dem Tweet von Firmenchef Musk erreicht hatte, wonach dieser darüber nachdenkt, Tesla von der Börse zu nehmen. Zunächst hatte das "Wall Street Journal" berichtet, die US-Börsenaufsicht habe bei Tesla angefragt, warum die Ankündigung über Twitter kam und ob sie ernst gemeint sei.

Später dann berichtete die Agentur Bloomberg, die Aufsicht schaue sich zudem auch andere Mitteilungen von Tesla an. Die Ratingagentur Moody's erklärte darüber hinaus, Tesla werde wohl den Kapitalmarkt anzapfen müssen, um das laufende Geschäft zu finanzieren und bestimmte Schuldpapiere auszulösen.

Saudi-Arabien mit im Boot?

Laut einem Bericht des Fernsehsenders CNBC will der Verwaltungsrat von Tesla Musks Idee allerdings vorantreiben. Die Räte wollten sich in der kommenden Woche mit Beratern treffen, um Möglichkeiten zur Privatisierung des Unternehmens auszuloten, berichtete der Finanzsender unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Musk solle von dem Führungsgremium, dem er selbst vorsteht, angeblich dazu geraten werden, sich nach seinem Vorpreschen in der Sache für befangen zu erklären. Laut einer der Quellen, auf die CNBC sich stützt, soll Musk mit dem Staatsfonds Saudi-Arabiens über eine mögliche Finanzierung eines Deals zum Rückzug von der Börse gesprochen haben. Es sei aber bislang unklar, ob die Saudis irgendwelche Zusagen gemacht hätten.

ME/dpa/rts